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Vedische Studien
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THEMA: Kollektive Unbesiegbarkeit und Dhanur-Veda

Kollektive Unbesiegbarkeit und Dhanur-Veda 7 Jahre 6 Monate her #864

Schutz vor schwächenden und schädlichen Einflüssen ist eine zentrale Aufgabe jeder Nation, denn Nationen definieren sich heute durch Souveränität in den internationalen Beziehungen und durch kulturelle Integrität im Inneren.
Durch die Entwicklung von Kernwaffen und das Erstarken des Terrorismus ist die bisherige Methode der Verteidigung mittels Militär weitgehend wirkungslos geworden. Erfolgreiche Verteidigung - im Idealfall Unbesiegbarkeit - erfordert den Zugang zum grundlegendsten Bereich des Lebens, dem ganzheitlichen Wert des Naturgesetzes wie ihn die Quantenphysik entdeckt hat und von dem auch die ältesten Schriften der Menschheit berichten. Die von Maharishi Mahesh Yogi wieder ins allgemeine Bewusstsein gerückte uralte vedische Wissenschaft zeigt, "daß die einfachste Form menschlichen Bewusstseins (Transzendentales Bewusstsein) jene grundlegende Ebene der Intelligenz ist, die mit der unendlichen organisierenden Kraft des Naturgesetzes ausgestattet ist." Damit seit Urzeiten bewährtes Wissen nicht verloren geht, steht die Pflege des kulturellen Erbes der Menschheit gleichwertig neben der Förderung wissenschaftlichen Fortschritts.

Unbesiegbarkeit_Dhanurveda.jpg

Es gibt nur einen sicheren Schutz für jede Nation und das ist der Zugang zum Einheitlichen Feld aller Naturgesetze, dem "Samhiti Samani" des Rig Veda. Auf Deutsch: "In der Einheit liegt die Stärke einer Gemeinschaft.". Die traditionelle vedische Theorie und Methode der Verteidigung - Dhanur-Veda - soll wieder in ihrer reinsten, immer nur lebensförderlichen Form zur Anwendung kommen, die das Entstehen von Feinden verhindert bzw. Feindschaft in Freundschaft verwandelt.
Was die DNA für die menschlichen Körper, das ist das überlieferte Wissen des Veda für die Kulturen. Seit vielen Jahrtausenden wird im Indischen Kulturraum die Geschichte von König Ram (Ramayan) überliefert, Zentrales Thema des Ramayan ist die volle Entfaltung des Lebens durch optimale Verwaltung und Schutz der Gesellschaft. Die UNESCO Liste des immateriellen Kulturerbes der Menschheit enthält das Ramayan in Form der traditionelle Bühnenaufführung Ramlila in Nord Indien und als Wayang-Puppentheater Indonesiens. Eine Übersicht der Übersetzungen des Ramayan in die europäische Sprachen gibt www.ramayana.pushpak.de/historie.html.
Um Nutzen aus dieser Überlieferung zu ziehen, bedarf es jedoch einer konsistenten Deutung der uralten Texte in Begriffen der modernen Naturwissenschaften. Dr. Nader Ram hat das in dem Buch "Ramayan in Human Physiology" explizit für die Physiologie nachgewiesen. Solche Deutungen legen nahe, dass die menschliche Gesellschaft durch dieselben Gsetzen bestimmt wird wie sie auch bei kollektiven Systemen (Vielteilchensystemen) in der Natur entdeckt wurden zu denen auch der menschliche Körper gehört.



Original-Nachricht
Betreff: Re: AW: Dhanurveda
Datum: Fri, 15 May 2015
Von: Wolfgang
An: Zeige

Lieber Bernd,
vielen Dank für Deine Ausführungen,
Meine Frau hatte begonnen, das Ramayana zu lesen und mußte es aufgeben, weil ihr der Text zunehmend grauenhafter und kriegerischer geworden ist. Es ist an der Zeit das Ramayana neu zu schreiben aus einem Zustand vollständigen Wissens heraus.
Viele liebe Grüße
Wolfgang
Vishva Vyapi Ram Raj Vijayante Taram



Original-Nachricht
Betreff: AW: Dhanurveda
Datum: Sat, 16 May 2015
Von: "Zeiger"
An: Wolfgang


Lieber Wolfgang,
vielen Dank, dass Du unseren Gedankenaustausch so konstruktiv siehst.
 
Was das Schlachtgetümmel des Ramayan betrifft so verliert das sehr an Schrecken, wenn es auf die physiologisch-biochemischen Ebene projeziert wird wie das Nader Ram in seinem Buch "Ramayan in Human Physiology" macht.
 
In der Biochemie von Körper und Nervensystem geht es hoch her. Regulative-Hormone und Neurotransmitter stehen für das Ram-treue Affenheer und die wilden Dämonen sind die unkontrollierten Wachstumsimpulse der Physiologie,  die Tumore und Krebs verursachen.

Wer Sieger ist und wer der Besiegte, das hängt vom Grad der Kohärenz ab.
 
Was das Kriegsgeschehen im Ramayan so intensiv erscheinen lässt ist die Tatsache, dass der Kampf auf einem hohen Niveau der Wachheit geführt werden muss, wenn die Ganzheit siegreich also das Naturgesetz als Ganzes lebendig werden soll.

Es geht darin nicht um lokale Kleinkriege, sondern um den allumfassenden Kampf wie er auch gegenwärtig stattfindet und wo jeder gegen jeden antritt. Das erfordert die Belebung des Einheitlichen Feldes aller Naturgesetze das mächtiger ist als die Kernkraft und was deren zerstörerische Wirkung in evolutionäre Kraft umgewandelt.

 
Bis bald Bernd
Jai Guru Deva



Original-Nachricht
Betreff: Jyotish
Datum: Sun, 17 May 2015
Von: Wolfgang
An: "Bernd Zeiger"

Lieber Bernd, heute an Mas Shivratri hast Du mich angerufen. Vielen Dank dafür. Vielen Dank auch für den "Anstupser", mir mal wieder mein Jyotish-chard anzusehen.
Viele liebe Grüße
Wolfgang
Jai Guru Dev



Original-Nachricht
Betreff: Nachtrag_Ramayan
Datum: Sun, 17 May 2015
Von: Zeiger
An: Wolfgang


Lieber Wolfgang,
für den Falll, dass ich Dich auch heute nicht telephonisch erreiche
hier noch einige Nachträge zum Ramayan.
1. NaderRams umfangreiche Bedienungsanleitung des Valmiki Ramayan gibt es in kürze auf Deutsch.
2. Einige TM-praktizierende haben sich die Mühe gemacht, die komplette Englische Übersetzung des Valmiki Ramayan auf Band zu sprechen. Das macht es leichter den Inhalt zu assimilieren ramayanaudio.com/
3. Für alle die keine Zeit haben
gibt es die Eine-Sloka-Fassung der 24000 Verse des Ramayana.
Die Sloka soll auch von Valmiki stammen


Adau Raama ThapoVanaadi GamaNam Hathwaa Mrugam KaanchaNam
Vaidehee HaraNam Jataayu Maranam Sugreeva SambhaShaNam
Vaalee NigrahaNam SamudraTharaNam LankaaPureeDahanam
PaschaaDraavana KumbhaKarnaNidhanam HyeThyadhi Raamaayanam.

‘Rama went in exile with a smiling face, Golden Deer Killed,
Sita was abducted, Jatayu killed, Sugreeva was engaged,
Vali killed, The Ocean was crossed, Lanka was burnt,
Ravana and Kumbhakarna Dead, This is Ramayana.

Jai Guru Deva



.
Original-Nachricht
Betreff: AW: Jyotish
Datum: Mon, 18 May 2015
Von: "Dr.Zeiger"
An: Wolfgang

Lieber Wolfgang,
vielen Dank für die viel guten Gedanken und Informationen. Unsere Mails und das Gespräch haben mir so richtig bewusst gemach wie überlebenswichtig das Thema "Unbesiegbarkeit" für jeden von uns ist.

Wir sind zwar nicht im Krieg mit irgend einem Land aber Zwischenmenschlich findet eine Entwicklung statt in Richtung "Kampf jeder gegen Jeden". Keiner kommt richtig zur Ruhe, weil er um alles kämpfen muss, um Gerechtigkeit, um Arbeit, um Anerkennung, um Lohn, etc. Auf der politischen Ebene ist Kampf sowie die Normalität durch unser System der Parteidenkdemokratie.. .

Deshalb ist es wichtige alle Schutzmaßnahmen für das Leben zu nutzen, die uns Maharishi verfügbar gemacht hat: angefangen mit der Transzendentalen Meditation und dem TM-Sidhi Programm bis hin zu vedische Rezitationen. Die 1000 Namen von Vishnu sollen ein besonders wirksames Schutzschild sein..

Auch sollte jeder wissen, dass es ein Unbesiegbarkeitsbuch gibt und was es mit Dhanurveda zu tun hat. Aus diesem Grund möchte ich grundlegende Gedanken unserer jüngsten Diskussion (natürlich ohne die privaten Details) ins Wissenschaftsforum weiterleiten. OK?

Aber auch in Jyotish gibt es eine Vorgehensweise, die die Unbesiegbarkeit betont. Das Sichtwort ist Sudarshan-Chakra. Das geht auf Maharishi Parashara zurück.

Alles was und stärkt und schützt gilt es zu nutzen.


Herzliche Grüße
Bernd
Jai Guru Deva


Original-Nachricht
Betreff: Re: AW: Jyotish
Datum: Tue, 19 May 2015
Von: Wolfgang
An: "Zeiger""

Lieber Bernd, vielen Dank. Du kannst das Meterial gerne zum Nutzen anderer  anonymisiert - weitergeben. Schreib mir bitte noch, was es mit Sudarshan-Chakra. auf sich hat. Vielen herzlichen Dank und ganz liebe Grüße
Wolfgang
Ja Guru Dev
Letzte Änderung: 7 Jahre 5 Monate her von Dr. Bernd Zeiger.

Kollektive Unbesiegbarkeit und Dhanur-Veda 7 Jahre 6 Monate her #866

Zwei Entwicklungen machten im 20. Jahrhundert erstmals eine wirkungsvolle Verteidigung denkbar, die nicht auf Abschreckung und Zerstörung beruht:
(1) Die Entdeckung des Einheitlichen Feldes aller Naturgesetze durch die Quantenphysik und
(2) die Erneuerung des ältesten Wissens der Menschheit durch Maharishis Vedische Wissenschaft.
Beide Entwicklungen eröffnen die Möglichkeit durch Weiterentwicklung des menschlichen Bewusstseins zu verhindert, dass Feinde entstehen und zu Angreifern werden Bewusstseins-bezogene Methoden der Verteidigung bringen beim Einzelnen und in der Gesamt- Gesellschaft eine ganzheitliche, vorausschauende Sicht der Ereignisse hervor, so dass die Notwendigkeit der Problembekämpfung und des Einsatzes zerstörerischer Methoden überhaupt nicht mehr besteht. "Hervorbringen einer konstruktiven Sicht" bedeutet auf Sanskrit "Su-darshan".

Purana_Itihasa_2015-05-30.jpg

Hoch komplexe kollektive Systeme wie Nationen oder auch der menschliche Körper bzw. das menschliche Nervensystem erfordern zu ihrem wirkungsvollen Schutz die Kenntnis und Anwendung von Prinzipien, die über das fragmentarische, klassische Denken hinausgehen und die Ganzheit aller Naturgesetze einschließen. Das entspricht der ganzheitlichen Sicht der Quantenmechanik.

Sudarshan Chakra als zyklische Dynamik ( Chakra ) der "Kraft der Stille" ist vergleichbar mit den "unitären Transformationen" der Quantenmechanik, d.h. mit Aktivität ohne Verlust der Stille. In den als "uralt und ewig"- Purana - charakterisierten vedischen Schriften wird "dynamische Stille" als Vishnu bezeichnet. Sudarshan Chakra ist eines von insgesamt vier Instrumenten Vishnus.

In Jyotish, dem vedischen System der Voraussage, ist Sudarshan Chakra ein Verfahren, um aus der Anordnung kosmischer Bestimmungsgrößen (Graha) zur Zeit der Geburt die optimalen Schritte der Weiterentwicklung abzuleiten. Der dabei relevante moderne Begriff ist der des "Gleichgewichts gegensätzlicher Kräfte."

Der für das beginnende 21. Jahrhundert typische Kampf "Jeder gegen Jeden"bietet die Chance, dass viele Menschen die Notwendigkeit erkennen, durch die geistige Technik der Transzendentalen Meditation , Kohärenz in der Funktionsweise des Gehirns zu verwirklichen, was wiederum eine zunehmend geordnete Atmosphäre in der Gesellschaft entstehen lässt. Dadurch kann ein Umdenken bei den Verantwortlichen beginnen, hin zu den Prinzipien optimaler Verwaltung und zu einer Verteidigung durch "Bündnis mit dem Naturgesetz."



Original-Nachricht
Betreff: Re: AW: Dhanurveda
Datum: 09 / 19 May 2015
Von: Wolfgang
An: "Zeiger"

Lieber Bernd,
ich habe schon ein schlechtes Gewissen, Dich aus Deiner Ruhe aufzustöbern
doch "The World Is My Family" beinhaltet doch auch, dass Krieg gegenwärtig wieder allgegenwärtig ist. An allen Ecken und Kanten sind weltweit Kriegshandlungen. Was ist in diesem Zusammenhang die Rolle von Sudarshan-Chakra?.

Viele liebe Grüße Wolfgang Jai Guru Dev


Original-Nachricht
Betreff: Sudarshanchakra
Datum: Tue, 19 May 2015
Von: Dr.Zeiger
An: Wolfgang


Lieber Wolfgang,
vielen Dank für Deine Gedanken.

Das Sudarshan Chakra ist einerseits eines der vier Insignien von Vishnu: seine "Waffe", mit der er Feinde besiegt
In der Wikipedia en.wikipedia.org/wiki/Sudarshana_Chakra
heißt es "According to the Puranas, Sudarshana Chakra is used for the ultimate destruction of an enemy. The use of the Sudarshan Chakra is occasionally mentioned in the Hindu texts of Rigveda, Yajurveda and Puranas, as an ultimate weapon of law, order and preservation to eliminate the enemy . Such enemies are enumerated variously as rakshasas, asura, and vikrutatma."

Anderseits beschreibt Maharishi Parashara als Sudarshan Chakra eine einfache Methode wie aus dem Kräftegleichgwicht zur Zeit der Geburt ( Geburtshoroskop ) Voraussagen über die Qualitäten eines bestimmten Tages, Monats bzw. Jahres abgeleitet werden können. Ein indischer Jyotish Experte gilt folgende Beschreibung astrologer-astrology.com/sudarshan_chakr...strology_jyotish.htm
"Sudarshan Chakra is a combination of Birth Chart and its corresponding Moon Chart and Sun Chart. There are three layers around the central circle (siehe Abbildung).Innermost layer constitutes the Birth Chart. Second or central layer constitutes the Moon Chart and the third or outermost layer constitutes the Sun Chart."
Das persönliche Sudarshanchakra leitet sich also aus den Geburtsdaten ab
und gibt:
(a) ein genaues Bild wie das Gleichgewicht zwischen den drei Schichten der Persönlichkeit: (Bewusstsein-Geist-Körper) erhalten bleibt
und erlaubt
(b) die Voraussage welche "Feinde" zu welcher Zeit im Leben "besiegt" werden d.h. wie das Gleichgewicht der Kräfte in dieser Zeit erhalten bleibt.
Ist jemand z.B. 63 Jahre alt so gibt - wegen 63= 5 x 12 + 3 - das Feld III im Sudarshanchakra einen Hinweis auf das Haupthema in diesem Lebensjahr, nämlich Kooperation und Kommunikation ("Brüder und Schwestern") und die Angaben über Grahas und Rashis geben Hinweise wie das Gleichgewicht erhalten bleibt.


Soviel zum Sudarshan Chakra
herzlichst
Bernd
Jai Guru Deva


Original-Nachricht
Betreff: Re: Sudarshanchakra
Datum: Tue, 19 May 2015
Von: Wolfgang
An: "Zeiger"

Lieber Bernd,
vielen herzlichen Dank. Heute lese ich in "Der Spiegel", daß der Chef eines Energiekonzerns seinen Managern regelmäßige Mediation verordnet hat
Liebe Grüße Wolfgang



Original-Nachricht
Betreff: AW: Sudarshanchakra
Datum: Wed, 20 May 2015
Von: "Dr.Zeiger"
An: Wolfgang

Lieber Wolfgang,

was " Der Spiegel" über "Meditierende Manager schreibt belegt den positiven Effekt der Meditation im Bereich des Managements. Theoretische Grundlage für diesen Effekt ist, dass "die einfachste Form menschlichen Bewusstseins jene Ebene der Intelligenz ist, die mit der organisierenden Kraft des Naturgesetzes ausgestattet ist"(Maharishi) Die wissenschaftliche Erforschung der Wirkung der Transzendentalen Meditation für die Arbeitswelt hat das objektiv bestätigt.

Das Sudarshana Chakra kann als eine Beschreibung der Wirkung der Meditation in den traditionellen Begriffen der vedischen Wissenschaft angesehen werden. Das macht auch verständlich warum in ganz unterschiedlichen Bereichen - Purana und Jyotish- derselbe Begriff benutzt wird.


Herzlichst
Bernd
Jai Guru Deva


.
Original-Nachricht
Betreff: Re: AW: Sudarshanchakra
Datum: Wed, 20 May 2015
Von: Wolfgang
An: "Zeiger"

Lieber Bernd,
Wo ist das Wissen vom Sudarshanchakra zu finden? Davon habe ich noch nie etwas gehört?
Vielen, vielen herzlichen Dank und liebe Grüße
Wolfgang
Jai Guru Dev



Original-Nachricht
Betreff: AW: Sudarshanchakra
Datum: Thu, 21 May 2015
Von: "Dr.Zeiger"
An: Wolfgang


Lieber Wolfgang,
mit so vielen Absolventen der Maharishi University of Management in den Unternehmen und so vielen Artikel zu diesem Thema musste bei den Managern (und denen die darüber schreiben) doch langsam der Groschen fallen. In den vergangenen Jahrzehnten haben auch die Buddhisten viel zur Polpularisierung des Begriffs "Meditation" beigetragen, so dass genauer hingeschaut werden muss, was damit gemeint ist.
Das Sudharshan Charaka hat Maharishi Parashara in seinem Standard Jyotish Lehrbuch beschrieben ist also mehr als 5000 Jahre alt. Das Wort Su-Darshan ist wörtlich zu nehmen d.h. es
"verschafft"(su) den "Durchblick"(darshan)
Es ist also éin Beitrag zur Beseitigung des Irrtums des Intellekt. Deshalb wohl die kriegerische Deutung als "Waffe Vishnus".
Ein Maharishi macht immer das Komplizierte einfach und dadurch beherrschbar.
Das Komplizierteste was es gibt ist das menschliche Leben
.
Herzlichst
Bernd
Jai Guru Deva


Original-Nachricht
Betreff: Re: AW: Sudarshanchakra
Datum: Thu, 21 May 2015
Von: Wolfgang
An: "Zeiger"

Ja, lieber Bernd.
als Presseprofi weiß ich, daß mit "Meditation" oder "meditieren" nicht automatisch Transzendentale Mediitation gemeint ist. Dennoch ist es eine kleine Revolution, wenn die Manager eines der größten DAX-Unternemen in Deutschland von ihrem Chef zur "Meditation" vergattert werden, egal, was sie da machen. Und das ist für mich ein Anzeichen des wachsenden Weltbewußtseins.

Die Art der Abbildung des Jyotish-Charts des Sudarshan Chakras war mir bisher nicht bekannt. Ich habe mir meine Jyotish-Kenntnisse durch eigenes Studium erarbeitet. Deswegen bin ich Dir sehr dankbar darüber, daß Du mir hierbei ein wenig "heimleuchtest".


Viele liebe Grüße Wolfgang
Jai Guru Dev



Original-Nachricht
Betreff: AW: Sudarshanchakra
Datum: Sat, 23 May 2015
Von: "Zeiger"
An: Wolfgang

Lieber Wolfgang,
es ist eine Freude mit Dir zu kommunizieren,
weil Dir auch die humoristische Seite des Menschenwahns nicht entgeht
Erst wenn der Wahn aufhört ,gibt es keinen Grund mehr für Gelächter. Das ist
vermutlich der Grund warum das Ramayan (und Mahabharat) als Iti-hasa bezeichnet werden, was wörtlich Ende des Gelächters bedeutet.

Um etwas über das Sudarshan Chakra zu erfahren, genügen die üblichen Jyotishkurse und Bücher nicht. Man muss wie immer in der Wissenschaft in die Orginal-Literatur einsteigen. Erst dann erkennt man auch wie gravierend die Vereinfachungen sind, die der Mensch aufgrund seines begrenzenden Denkes zu machen gezwungen ist.

Die Kunst der Maharishis ist es, durch geschickte Wahl der Begrenzungen das Unbegrenzte zu beleben. Und diese Geschicklichkeit - so sagt Maharishi- ist ein Folgeprodukt der "Schau des Veda" (vedic cognition) wenn dabei nicht stehengeblieben wird ( als Rishi ) sondern "Intelligenz, sich ihrer eigenen Existenz bewusst ist" dann wird Intelligenz kreative und es kommt Freude auf.
All das wurde in der Wissenschaft der Kreativen Intelligenz sehr genau dargestellt.

Lass uns deshalb diesen Faden weiterspinnen, auf Augenhöhe.
herzliche Grüsse
Dein Bernd
Jai Guru Deva


Original-Nachricht
Betreff: AW: Sudarshanchakra
Datum: Sun, 24 May 2015
Von: Wolfgang
An: "Zeiger"

Ja, lieber Bernd, laß uns da am Ball bleiben und ein wenig das Absolute kitzeln und zum Lachen bringen. Maharishi sagte "you tickle it here and it laughes there".

Das Buch von Umberto Eco "Der Name der Rose" (bzw. seine Verfilmung von Jean-Jacques Annaud mit Sean Connery) handelt von der martialischen Weltsicht des Mittelalters nach der Gott angeblich nicht lacht und deshalb mit allen Mitteln versucht wird, die Lektüre des Buchs von Aristoteles über das göttliche Lachen zu verhindern. "La divina comedia" von Dante Alighieri, markiert dann die Wende im mittelalterlichen Denken hin zur lebensbejahrenden Renaissance.

Ist die Literatur zum Sudarshanchakra das Brihat Parashara Hora Shastra?
Viele liebe Grüße Wolfgang
Jai Guru Dev



Original-Nachricht
Betreff: AW: Sudarshanchakra
Datum: Mon, 25 May 2015
Von: "Zeiger"
An: Wolfgang


Lieber Wolfgang,
schöne Beispiele zur Bedeutung des "göttlichen Gelächter" für den Menschen sind Dir da eingefallen. Die kommen dem "homerischen Gelächter" nahe "welches für sterbliche Menschen als Donner zu hören war".
de.wikipedia.org/wiki/Homerisches_Gel%C3%A4chter

Ja das Buch in dem das Sudarshan Chakra eingeführt wird ist Brihat Parashara Hora Shastra. Es ist komplett im Internet zugänglich. Also besteht immer noch kein Grund die Bücherkisten auszupacken.

Kapitel 76 handelt vom Sudarshan Chakra. Es beginnt mit den Worten
"Mahārśi Parashara said to Maitreya. O Brahmin! Now I will impart to you the knowledge of a great secrecy and superior importance, which was communicated to me by Lord Brahma himself for the benefit of the world. This is a Chakra by the name of Sudarshana, through which Devajnas will be able to predict the favourable and unfavorable results for every year, every month and every day from the time of birth to the time of death of a person."


Da es im Parashara Hora Shastra ingesamt 97 (bzw. 100) Kapitel gibt wird also darin das Sudarshan Chakra relativ spät behandelt. Die Notwendigkeit sich dennoch mit dem Sudarshan Chakra zu beschäftigen steigt, weil im Internet Jyotish Programme zugänglich sind, die es kostenlos zu bestimmen erlauben:
z.B. www.mysticscripts.com/astrology/vedic-as...darshan-chakra-chart

Für TM Praktizierende ist das Sudarshan Chara deshalb so attraktiv, weil seine Struktur die drei Bereiche abbildetet, die durch Meditation synchron ins Gleichgewicht gebracht werden: Handeln-Denken-Sein.
Das geordnete Zusammenspiel dieser drei Bereiche ist die Grundlage von "Erleuchtung". Auf die enge Beziehung zur Erleuchtung weist schon die Bezeichnung
su-darshan = erweitertes Bewusstsein
.

Die simple Tatsache, dass durch den Rückbezug zur Stille des unbegrenzten Bewusstseins die Begrenzungen des Denkens eine neue Qualität bekommen, wird in der alten, martialischen Sprache so ausgedrückt:
"Shiva (Stille) gab Vishnu (dynamische Stille) sein Sudarshan Chakra , eine magische Waffe welches fliegen konnte (geistige Technik), um den Kopf eines Gegners (Begrenzungen des Denkens) zu entfernen und zu Vishnus Hand zurückzukehren."
Wenn weiterhin nur die kriegerische Ausdrucksweise benutzt wird, ist es nicht verwunderlich, wenn die Vorstellung vom Leben als Kampf länger weiter besteht als notwendig. Es ist heute möglich, dieselben Vorgänge aus der neutralen Sicht der Bewussteinsentwicklung zu verstehen, was Sprache und Denken entschärft.

Da Krieg heute als "Kampf jeder gegen Jeden" seine extremste Form erreicht hat, ist der grosse Sprung zum Frieden (Sat Yuga) nur noch ein Bewusstseinsakt, der jederzeit von jedem einzelnen vollzogen werden kann.


Eine gelungene filmisch-künsterische Darstellung dieser Situation ist für mich "L.A. Crash" de.wikipedia.org/wiki/L.A._Crash
Herzliche Grüsse
Bernd
Jai Guru Deva
Letzte Änderung: 7 Jahre 5 Monate her von Dr. Bernd Zeiger.

Kollektive Unbesiegbarkeit und Dhanur-Veda 7 Jahre 5 Monate her #867

Wegen der engen Wechselbeziehung von Individuum und Gesellschaft hängt der Zustand einer Nation wesentlich davon ab, inwieweit der einzelne die schöpferischen Möglichkeiten seines Bewusstseins nutzen kann. Ist die Erziehung nicht in der Lage das gesamten geistigen Potential zur Entfaltung zu bringen, dann ist das Wissen begrenzt und entsprechend gering die Lebensqualität. Verbessert sich ein solches Erziehungssystem nicht grundlegend, so nimmt die Integrität der Gesellschaft ständig ab bis ein Extremzustand der Deintegration erreicht ist. In dieser Situation beginnen übergeordnete Regulationsmechanismen wirksam zu werden, die die Gesamtentwicklung des menschlichen Lebens betreffen, denn Entwicklungzustand und Zeit sind nicht unabhäng voneinder sondern bedingen sich wechselseitig. Zeitliche Entwicklung - das ist die Erkenntnis des Veda - verläuft nicht linear sondern zyklisch derart, dass auf den Endpunkt des Zerfalls ein Neubeginn mit optimaler Kreativiät folgt. Mahaarishi bezeichnet diese Wende in der Zeitqualität als den "grossen Sprung".
Groer_Sprung.jpg
Im Extremzustand der Desintegration - so die Analyse von Maharishi Mahesh Yogi - ist die Gesamtheit der Naturgesetze nicht mehr im Bewusstsein des Menschen lebendig sondern nur noch ein verschwindender Bruchteil. Das Naturgesetz ist dann im Zustand der Potentialität.
Die Wende wird durch die Erkenntnis eingeleitet, dass das gesamte Potential des Naturgesetze - das Einheitliche Feld aller Naturgesetze - jedem Menschen im einfachsten Zustand seines Bewusstseins - transzendentales Bewusstsein - zugänglich ist was eine grundlegende Erneuerung von Erziehung und Bildung ermöglicht.
Unzerstörbar bzw. unbesiegbar ist nur das Einheitliche Feld aller Naturgesetze und die Kraft der Evolution. Alles in der Schöpfung ist durch Zeit, Raum und Kausalität begrenzt In seinem Kommentar zur Bhagavad Gita erläutert Maharishi wie sich im Lauf der Zeit das Naturgesetz in unterschiedlichen Graden ausdrückt. Im Goldenen Zeitalter (Sat Yuga) ist das Potential des Naturgesetzes vollständig im Bewusstsein lebendig und Denken und Handeln im Einklang mit den Naturgesetzen während im Kali Yuga die Fähigkeit in Einklang mit den Naturgesetzen zu handeln verschwindet und das Leben von Stress und Problemen beherrscht wird.



Original-Nachricht
Betreff: AW: Profanes...
Datum: Sun, 24 May 2015
Von: Zeiger
An: "Eberhard", "Wolfgang"

Lieber Eberhard, Lieber Wolfgang,
in unserem jüngsten Gedankenaustausch kam wiederholt die Bezeichnung
"Kampf Jeder gegen Jeden" hoch. Dieser Ausdruck bezeichnet meiner Ansicht nach sehr treffend die aktuelle zwischenmenschliche Situation in der Welt insbesondere in den Industrienationen. Heute habe ich mir etwas Zeit für eine Internet-Recherche genommen. Danach liegt diese Art der Situationbsbeschreibung tatsächlich seit einiger Zeit in der Luft. Hier einige typische Links zu diesem Thema:

Jeder gegen jeden in der Welt: Die Ordnung des Welthandels gerät aus den Fugen.
www.sueddeutsche.de/wirtschaft/wto-verha...in-der-welt-1.644806

Kampf der Kulturen: Mit Psychoanalyse zum Gewaltverzicht
www.deutschlandradiokultur.de/kampf-der-...am:article_id=309114

Jeder gegen jeden: Der neue Klassenkampf in den Unternehmen
(Buch von Svenja Hofert )
books.google.de/books?isbn=3864145295

Energiewende: ein Kampf jeder gegen jeden
www.infranken.de/regional/kommentare/Ene...eden;art55471,414345

Freunde werden zu Feinden: In Syrien gilt bald: Jeder gegen jeden
www.n-tv.de/politik/In-Syrien-gilt-bald-...article14042616.html

Tourismusbranche: Jeder gegen jeden - Kampf um Kunden wird härter
www.airliners.de/tourismusbranchejeder-g...n-wird-haerter/10225

Marken im Disruptionsstress:Jeder gegen jeden, klein gegen groß
www.wiwo.de/unternehmen/handel/werbespre...ross/10923412-2.html

Jeder gegen jeden Songtext von Peter Maffay
www.songtexte.com/songtext/peter-maffay/...-jeden-5bda07d0.html

Soweit eine kleine Auswahl. Die Diagnose ist also gut etabliert
und die Therapie hat Maharishi geliefert, wobei er im Individuum den Ansatz zur Lösung aller Probleme sieht:
Erleuchtung des Einzelnen
-> Unbesiegbarkeit der Nationen
-> Friede in der Welt

Was fällt Euch dazu noch ein?
Herzlichst
Bernd
Jai Guru Deva



Original-Nachricht
Betreff: AW: Jeder gegen jeden
Datum: Mon, 25 May 2015
Von: "Zeiger"
An: "Eberhard"


Lieber Eberhard,
was Du über die Chaos schaffende Allianz aus Waffenindustrie und Politik ("Teile und Herrsche") herausgefunden hast, bestätigt sehr genau Maharishis Analyse der Zeitsituation in seinen Pressekonferenzen.

Weil aber heute diese Allianz horizontal-flächendeckend agiert, hat sie auch die grösste Angriffsfläche und kann überall und jederzeit durch ein vertikales "Bündnis mit dem Naturgesetz" überwunden werden.D.h. in Abwandlung eines Deutschen Sprichwortes:
Wenn das Chaos ( "Not") am größten ist, dann ist die Kraft der Transformation(Gottes Hilfe) ganz nahe.
Das ist Chemie in reinster Form. In Anlehnung an Maharishi heißt das:
Der volllständige Zerfall von Dharma also A-dharma (= die Negation von Dharma) ist das Feld aller Möglichkeiten(Übergangszustand) für das Neuerblühen von Dharma (=Kraft der Evolution.)

Was mich aber besonders zum Nachdenken angeregt hat ist Dein Hinweis auf den Kampf der Geschlechter:
www.zeit.de/2004/12/Vom_Kampf_der_Geschlechter
de.wikipedia.org/wiki/Kampf_der_Geschlechter
Auf die Frage warum sogar Ehen von Meditierenden scheitern, antwortete Maharishi, dass das die Folge eines grundlegenden Ungleichgewichtes in der Natur ist. In der Bhagavadgita wird dieses Ungleichgewicht klar benannt und seine Konsequenz beschrieben.
Z.B. in Vers I.41 "When adharma prevails the women of the family become corrupt"
Als Folge davon löst sich die Ordnung der Gesellschaft auf und das Leben wird zur "Hölle". Wie die Gita erläutert ist das Evolutionäre an dieser Situation, dass der unzerstörbare Kern des Lebens wieder wirksam wird. Der Kampf Jeder gegen Jeden birgt also eine einmalige Chance, wenn man sich durch Samkhya und Yoga immer wieder auf das Wesentliche ausrichtet. Das ist das Licht am Ende des Tunnels.


Herzliche Grüsse
Bernd
Jai Guru Deva



Original-Nachricht
Betreff: Re: AW: Sudarshanchak
Datum: Tue, 26 May 2015
Von:Wolfgang
An: "Zeiger"

Lieber Bernd, in aller Kürze:
der Franzose sagt "Chacun pour soi, Dieu pour nous tous" - wobei das "tous" als "tuss" ausgesprochen wird, also "Jeder für sich, Gott für uns alle".
Liebe Grüße Wolfgang
Jai Guru Dev



Original-Nachricht
Betreff: Jeder gegen Jeden
Datum: Wed, 27 May 2015
Von: "Dr.Zeiger"
An: "Eberhard"

Lieber Eberhard,
Der Kampf jeder gegen jeden erinnert an den Übergangszustand der Chemie. d.h. es besteht die Wahlmöglichkeit entweder für ein Bündnis mit dem Naturgesetz oder für ein Leben ohne Bündnis. Die Aufgabe derer, die mit dem Naturgesetz agieren, ist es, die Wirkung derer, die ohne das Naturgestz agieren wieder auszugleichen, so dass insgesamt eine Gleichgewichtsituation besteht.
Herzliche Grüsse
Bernd
Jai Guru Deva


Original-Nachricht
Betreff: AW: Sudarshanchakra
Datum: Wed, 27 May 2015
Von: "Dr.Zeiger"
An: Wolfgang


Lieber Wolfgang,
vieles deutet darauf hin, dass der Kampf jeder gegen jeden so etwas wie ein Wendepunkt in der Entwicklung darstellt. Das erinnert an die Situation in der Bhagavadgita:

Zerfall von Dharma bis hin zum Zustand von A-Dharma und
dann wieder die Neubegründung von Dharma auf einem anderen Kultur-Niveau.

Adharam hat deshalb nach Maharishi eine dopppelte Bedeutung:
Zustand ohne Dharma und Dharma von A(A= Totalität, Fülle)
d.h. Adharma = Feld aller Möglichkeiten

Das erinnert an den Übergangszustand der Chemie aber auch an das Konzept von Maya(= das was nicht existiert).

Im Kampf jeder gegen jeden entscheidet sich, ob die Entwicklung mit oder gegen das Naturgesetz weiter geht. Die Aufgabe derer, die mit dem Naturgesetz agieren, ist es, die Wirkung derer die ohne das Naturgestz agieren auszugleichen.

Herzliche Grüsse und Jai Guru Deva




Original-Nachricht
Betreff: Re: AW: Sudarshanchakra
Datum: Wed, 27 May 2015
Von: Wolfgang
An: "Zeiger"

Ja, lieber Bernd, das Prinzip von tabula rasa und Neubeginn, das Wirken der drei Gunas, erinnert an das klassische Kriegsgeschehenmit dem finalen Kampf Mann gegen Mann, der oftmals über Sieg oder Auslöschung des gesamten Gemeinwesens entscheidet.

"Wie eine Schlange entkriecht er [Soma Pavamana] der alten Haut" heißt es im 9. Mandala des Rig-Veda.

Meiner Meinung nach ist es ein Zeichen höchster Kultur, daß sie überhaupt keine Artefakte schafft und hinterläßt. Der Kölner sagt "fott es fott" oder "isch wäß wo datt es, et is fott". Also, begeben wir uns weiter auf den Weg des Ausgleichens, der evenness.

Viele liebe Grüße Wolfgang
Jai Guru Dev



Original-Nachricht
Betreff: AW: Sudarshanchakra
Datum: Fri, 29 May 2015
Von: "Dr.Zeiger"
An: "Wolfgang"



Lieber Wolfgang,
genau gesehen beschreibst Du mit dem "Weg des Ausgleichs" die praktische Wirkung der Bewusstseinserweiterung bzw. des Sudarshan Chakra.

Wenn einige wenige - wie Du - regelmäßig die Integration von Handeln, Denken und Sein durch Maharishis Programm der Transzendentalen Mediation, der Vedischen Rezitationen, etc. pflegen, schaffen sie den Ausgleich für die gesellschaftliche Wirkung all derer, die "an vorderster Front" im Lebenskampf verstrickt sind. Dann und genau dann hört für Alle das Leben auf ein Kampf zu sein.

Zwischenmenschliche Zusammenstöße werden dann durch die innere Kohärenz entschärft, die als "Schockdämpfer" wirkt. Der Mechanismus ist - wie Du ja weißt - als Konsequenz des Dritten Hauptsatzes der Thermodynamik theoretisch verständlich:

Die Temperatur als das Maß für die chaotische Aktivität eines Viel-Teilchen-Systems nimmt ab, wenn die Teilchen in den quantenmechanischen Grundzustand übergehen; und der Zustand maximaler Ordnung (Temperatur Null) wird dann verwirklicht, wenn ein gewisser Anteil von Individuen des Kollektivs im Grundzustand (Vakuumzustand) ist. Der Grundzustand ist seinem Wesen nach unbegrenzt.

Erfreulich ist, dass unsere Diskussion des Sudarshan Chakra dahin geführt hat diese prinzipiellen Erkenntnisse mit der täglichen Erfahrung zu verknüpfen.

Der Prozess der inneren Harmonisierung (= Übergang in den Grundzustand) kann immer auch als Ausgleich von Gegensätzen interpretiert werden. Konflikte im Äußeren sind nur solange eine Gefahr wie die Gegensätze im inneren nicht harmonisiert werden. Das Sudarshan Chakra von Jyotish kann als Beschreibung des Gleichgewichts der Gegensätze im Leben des Individuums angesehen werden Gegensätze, die evtl. aus dem Ruder laufen können, werden durch geeignete Ausgleichmassnahmen (Einführung eine 2. Elements) gedämpft.
Z.B.werden zwischenmenschliche Spannungen durch Verständnis der Bestimmungsgrößen des Verhaltens entschärft und schließlich durch die unmittelbare Erkenntnis der Wechselbeziehung zwischen Individuum und Kosmos ganz aufgelöst.

Die Ebene der Erkenntnis auf der wir uns einrichten, entscheidet über unsere Lebensqualität.

Soweit meine Schlussfolgerungen aus unsere Diskussion,
die sich echt gelohnt hat.


herzliche Grüße
Dein Bernd
Jai Guru Deva




Original-Nachricht
Betreff: Re: AW: Sudarshanchakra
Datum: Fri, 29 May 2015
Von: Wolfgang
An: "Zeiger"


Lieber Bernd,
es ist schön wie Du meine umgangssprachlich formulierten Erkenntnisse in Maharishis Vedische Wissenschaft transponierst.

Alles in meinem Leben addiert sich und potdenziert sich gegenwärtig zum "Weg des Ausgleichs". Ich habe das Eine gesehen, aber auch das Andere.

Wir können froh sein Maharishi kennen gelernt zu haben und ich bin gespannt, was sich als nächstes zur Vertiefung des Verständnisses offenbart.

Life is bliss - Viele liebe Grüße Wolfgang
Jai Guru Dev




Original-Nachricht
Betreff: AW: Sudarshanchakra
Datum: Sat, 30 May 2015
Von: "Zeiger"
An: Wolfgang

Lieber Wolfgang,
was ich jetzt schreibe mag zunächst wie ein Gemeinplatz klingen aber unsere Diskussion hat mir folgende Selbstverständlichkeit in neuem Licht erscheinen lassen:

Die im Menschen wirkenden Gegensätze werden durch Bewusstseinsentwicklung in ihrem Zusammenspiel schrittweise transformiert.

Soweit so gut und bekannt, ja sogar wissenschaftlich gesichert, denn durch Bewusstseinsentwicklung verstärkt sich der "Drang nach Erkenntnis" und der drängt zur Wissenschaft, wobei zunächst noch der "Drang" dominiert, also die Aktivität, das "Schaffen" wie es unser Begriff "Wissenschaft" zum Ausdruck bringt.

Damit hört aber die Entwicklung nicht auf, sondern geht weiter hin zur unmittelbaren Erkenntnis des Wissens d.h. ohne Aufwand , ohne das Schwergewicht auf Handeln und Denken, sondern mit Schwergewicht auf Sein.
Das ist die Ebene der Veda-Kognition. d.h. "Sehen" was ist = Darshan
Die Eigendynamik des Bewusstseins wird vom Bewusstsein erkannt.

Die Bhagavadgita beschreibt diese Entwicklung in Begriffen der 3 Gunas
- Schöpfung(Sattva), Zerstörung(Tamas) und Aktivität(Rajas ) -
als Übergang von der Rajas-Dominanz zur Sattva-Dominanz.

Im wissenschaftlichen Drang zur Erkenntnis dominiert Rajas über Sattva
während in der vedischen Erkenntnis Sattva über Rajas dominiert.

Das ist nicht als Belehrung zu verstehen, sondern einfach als Feststellung von Beobachtungen.

Von einem anderen Blickwinkel aus beschreibt Maharishi diese Transformation als Übergang von Purusha zu Purushottama d.h. vom unbeteiligten Beobachter (Purusha) zum Teilnehmer.

Teilnehmer oder Partizipator ist ein Begriff der Quantenphysik.
Der Begriff bedarf der Erläuterung, denn er kann leicht wieder als Handlungsdominanz missverstanden werden.
Unter Teilnehmer wird hier aber etwas anderes verstanden als aus der Sicht eines unbeteiligten Zeugen(Purusha. Für den klassischen Beobachter bezeichnet Teilnahme meist einen hohen Grad an Aktivität, die den Beo0bachter zu überschatten droht.

Die Aktivität auf der Ebene von Puroshottama bedeuten vielmehr "nichts zu tun und alles zu erreichen." Im Fachjargon heisst das "unitäre Transformation" oder wie Maharishi es beschreibt
"Handlung auf der Ebene des vollen Potentials des Naturgesetzes, Handeln ohne Verlust des selbst-bezogenen Wertes reinen Wissens und ohne das Hervorrufen von Unordnung."

Die Irrtümer des Intellekt, die dabei zu beachten sind, werden in Kapitel 4 der Bhagavad Gita behandelt. Vers 18 in Kapitel 4 bringt es auf den Punkt:
"He who in action sees inaction and in inaction sees action is called wise among men. He is united, he has accoomplished all action."


Vielleicht ist es das was sich als nächstes offenbart

Herzlichst Dein
Bernd
Jai Guru Deva




Original-Nachricht
Betreff: Nachtrag: Voraussagen
Datum: Sat, 30 May 2015
Von: "Dr.Zeiger"
An: Eberhard


Lieber Eberhard,
von den Voraussagen, die bezüglich des Kampfes "jeder gegen jeden" gemacht wurden, hat mich die folgende am meisten beschäftigt.

"Der sich im Kampf "jeder gegen jeden" ausdrückende Zerstörungstrieb entwickelt sich weiter zur wissenschaftlichen Erkenntnis und daraus wiederum entwickelt sich die unmittelbare Erkenntnis des im Bewusstsein angelegten Wissens, das völlig unabhängig von von persönlichen Motiven ist.

Angetrieben wird diese Entwicklung durch Kräfte, die die Kreativität fördern und gleichzeitig die Anregung absenken."

Dass die Weiter-Entwicklung Ausdruck konstruktiver ("guter") und beruhigender ("dämpfender") Kräfte ist , passt zum Wirkungsmechanismus der Transzendentalen Meditation.

Wie passt aber die vorausgesagte schrittweise gesellschaftlichen Veränderung in das Wirkungsprofil ?

Um das zu verstehen hilft die in der Bhagavad Gita beschriebene Zurückführung des Wirkens der Natur auf drei Qualitäten (Guna) der Evolutionskraft:

- zerstörerisch(tamas) , schöpferisch(sattva) und aktivierend(rajas).


Entsprechen der Logik dieser drei Gunas durchläuft eine "Ent"-Wicklung folgende Stufen:
1.tamas dominiert rajas
2.rajas dominiert tamas
3.rajas dominiert sattva
4.sattva dominiert rajas

Die extremste Kampfsituation markiert das Ende von Stufe 2.
Bis dahin dominiert die zerstörerische Wissenschaft
(chemische Waffen, Atombombe, Genmanipulation)
Dann beginnt der Umschlag von tamas zu sattva.
und das Erblühen der schöpferischen Wissenschaft.
Danach kommt die Zeit vollständigen Wissens durch unmittelbare
Erkenntnis (Veda-Kognition).


Was hältst Du davon?
herzliche Grüße
Bernd
Jai Guru Deva





Original-Nachricht
Betreff: Re: AW: Sudarshanchakra
Datum: Sat, 30 May 2015
Von: Wolfgang
An: "Zeiger"


Lieber Bernd,
weder ein Gemeinplatz, noch eine Selbstverständlichkeit sind Deine Zeilen: Es ist eine Gebrauchsanweisung bzw. ein Beipacksettel für den höchsten Zustand der Evolution.

Dazu gibt die Brihadaranyaka Upanishad - Shukla Yajurveda, Vers 3.6, eine Anleitung:
www.wissen-leben.de/3Religion/Upanishaden/r030uplehre.htm
BAU 3.6
Gärgi Väcaknavi richtet an Yäjnavalkya die ultimative Frage:
„In was sind denn nun die Welten des brahman eingewoben?‘
darauf sprach er: „Gärgi! überfrage nicht! Daß dir nicht der Kopf zerspringe!


Zum Glück gibt es aber auch den Weg des Trotaka, denn selbst der akademisch Ungebildetste kommt dadurch in den Vollbesitz der höchster Erkenntnis.

Viele liebe Grüße
Wolfgang
Jai Guru Dev



Original-Nachricht
Betreff: AW: Sudarshanchakra
Datum: Mon, 01 Jun 2015
Von: "Zeiger"
An: Wolfgang



Lieber Wolfgang,
auch ich komme mir vor wie Trotaka, denn noch nie - nach so langer Zeit - war mir die Situation im "Übergangszustand" so lebendig wie durch unsere Diskussion.

Maharishi hat zwar immer wieder auf die Prinzipien hingewiesen, die für das Verständnis und die Verwirklichung einer Transformation von einem Anfangs- in einen Endzustand verantwortlich sind aber erst, wenn man selbst genauer hinschaut wird alles lebendig. Man muss es selbst nachvollziehen um so Wort für Wort abzuhaken was die Schriften schreiben was uns Maharishi gesagt hat.

Von aussen d.h. klassisch gesehen ist so ein Übergangszustand zwar ein Kampf jeder gegen jeden oder wie der Chemiker sagt ein "Stoßkomplex" oder "Reaktionsknäul" oder "aktivierter Komplex" also eine ziemlich ungemütliche Situation aber das ist nur der äussere Schein bzw. nur die eine Seite der Medallie.

Eigentlich sogar die uninterssante Seite, die Seite der Maya.von der die täglichen Nachrichten handeln.

Es gibt eine andere Seite und die findet im inneren des Übergangszustandes statt und das ist das Umschalten von der zerstörerischen (tamas) zur schöpferischen (sattva) Qualität. Dieser grosse Sprung erfolgt in einem Zustand erweiterten Bewusstseins bzw. gesteigerter Aufmerksamkeit. Das ist die quantenmechanisch-stille Seite des Übergangszustandes.

Maharishi schreibt
"Die quantenmechanische Ebenen der Wirklichkeit stellt den universellen Aspekt des Naturgesetzes dar, in dem alle Naturgesetze lebendig sind ... Da die quantenmechanische Ebene die Grundlage der klassischen ist, erreicht ein Operieren auf der quantenmedchanischen Ebene automatisch die gewünschte Wirkung auf beidenen Ebenen."

Für mich als chemischer Trotaka ist der Katalysator das beste Beispiel für diese Art des Operierens ohne aktiv zu sein. Nur durch seine Anwesenheit stimuliert ein Katalysator die Bewegung in die evolutionäre Richtung. Das ist Veda im Zustand der Stille des Seins.

Dahinter gibt es nichts mehr, darin ist alles enthalten.

Herzliche Grüsse
Bernd
Jai Guru Deva




Original-Nachricht
Betreff: Nachtrag zum Nachtrag: Voraussagen
Datum: Mon, 01 Jun 2015
Von: "Zeiger"
An: Eberhard

Lieber Eberhard,
beim Gestalten der Chart der vier Yugas ist mir aufgefallen, dass der Große Sprung vom Kali Yuga zum Sat Yuga exakt die Umkehrung des Übergangs vom Sat Yuga zum Kali Yuga ist.
Während also beim Übergang vom Sat Yuga zum Kali Yuga die Sequenz
1. sattva dominiert rajas
2. rajas dominiert sattva
3. rajas dominiert tamas
4. tamas dominiert rajas
durchlaufen wird, ist es beim Grossen Sprung die umgekehrte Sequenz aber im Schnellverfahren..

Wenn wir jetzt - wie Maharishi vorausgesagt hat - in einem solchen "Grossen Sprung" sind, dann ergibt sich aus dieser Umkehrung eine Begründung, warum es in unserer Zeit so wichtig ist , das Ramayan zu lesen:

Die Hauptphase des Grossen Sprung entspricht einerseits dem heute stattfindenden und in den Mails charakterisiertem "Kampf jeder gegen jeden".und andererseits entspricht diese Phase der parallelen im Ramayan beschriebenen aber gegenläufigen Entwicklung vom Treta ins Dvapara Yuga-.

Was sich vor über 1 Millionen Jahre abspielte ist jetzt plötzlich hoch aktuell!!!.


Herzlichst
Bernd
Jai Guru Deva





Original-Nachricht
Betreff: die gute Nachricht
Datum: Tue, 02 Jun 2015
Von: "Zeiger"
An: Eberhard


Lieber Eberhard,
die gute Nachricht ist, dass die ganze Geschichte mit den Yugas (egal wie lang sie dauern und wie sie verstanden werden) immer nur die Häfte einer Geschichte ist die erst durch den "Grossen Sprung" (wann immer der stattfindet) wirklich einen Sinn ergibt.

Denn was ist erfreulich an der (verglichen mit der Lebenszeit eines Menschen)
endlosen Story vom Sat zum Kali Yuga wo alles immer nur schlimmer wird?
Was hat das mit Weiterentwicklung zu tun?
Wo ist da die Unbesiegbarkeit der Kraft der Evolution?

Die Geschichte der Yugas für sich allein genommen ist eigentlich die Geschichte des Sieges der Unwissenheit über die Kraft der Evolution.
Das kann es doch nicht sein, vor allem weil sich diese Geschichte angeblich ständig wiederholt.

Das erfreuliche an der langen Geschichte der Yugas ist der "Grosse Sprung" durch den das ständige Wechselspiel der drei Qualitäten aufgelöst und neu gemischt wird und der vergleichbar ist mit der Transzendenz am Ende eines Tages bzw. am Ende der Nacht.

Die ganze Geschichtschreibung und Geschichtsdeutung erhält durch solche kleinen und grossen Sprünge einen neuen Sinn.


Mal sehen was sich daraus für weitere Erkenntnisse ergeben

Herzliche Grüsse
Bernd
Jai Guru Deva
Letzte Änderung: 7 Jahre 5 Monate her von Dr. Bernd Zeiger.

Kollektive Unbesiegbarkeit und Dhanur-Veda 7 Jahre 5 Monate her #869

Sattva vijaya d.h. der ultimative Sieg bzw. Triumpf der Flexibilität und Kreativität (Sattva) ist eine vielzitierte Erkenntnis der vedischen Wissenschaft.
Im Ayurveda bedeutet "Sieg von Sattva" die Wiederherstellung des Gleichgewichtes von Körper, Geist und Bewusstsein durch Massnahmen (Chikitsa) die den Selbst-Bezug stärken.
www.maharishi-school-of-vedic-medicine.c...tmpl=component&id=61
In Jyotish, das die zeitliche Entwicklung des Systems Erde-Mond-Sonne durch 12 Rashis beschreibt www.maharishiyagya.org/jyotish/rashis.html
wird den vier dualen ( dvisvabhava) Rashis, die Eigenschaft von Sattva zugeordnet:
3. Mithuna (Zwilling)
6. Kanya (Jungfrau)
9. Dhanu (Schütze)
12. Meena(Fische)
Diese vier Rashis sind die Endpunkte (Höhepunkte) von vier Entwicklungsphasen der Raum-Zeit.

SattvaVijaya.jpg

Die innere Dynamik der 12 Entwicklungsschritte (Rashi) der Raum-Zeit wird - wie es für die vedische Sprache typisch ist -
durch das Wechselspiel der Laute "Ra" und "Si" phonetisch beschrieben.
Eine historische Illustration (Itihasa) des Wechselspiels von Ra und Si ist die Geschichte von Rama und Sita. Diese Geschichte beschreibt das Ramayan. Das Ramayan gehört zum Erbe aller alten Kulturen Asiens
en.wikipedia.org/wiki/Versions_of_Ramayana#Sanskrit_versions
und wurde auch in die wichtigsten europäischen Sprachen übersetzt.
www.ramayana.pushpak.de/historie.html

Brcke.jpg



Original-Nachricht
Betreff: Re: AW: Sudarshanchakra
Datum: Mon, 01 Jun 2015
Von: Wolfgang
An: "Zeiger"


Lieber Bernd,
nun habe ich eine ketzerische Frage à la advocatus diaboli an den chemischen Trotaka: Brauchen wir das mathematisch-physikalisch Instrumentarium überhaupt? Maharishi war in meinen Augen, neben seiner Divinität, gezwungenermaßen ein Verkaufsmanager. Er hat, gezwungenermaßen, die zu seiner Wirkungszeit vorherrschende Dominanz des wissenschaftlichen Zeitalters als sprachliches Vehikel benutzt, um sein Anliegen voranzubringen. Ist diese ganze "Mathematisiererei" und die Analogisiererei zwischen den Veden und der Mathematisch-Natur-Sozialwissenschaft ein letztlich sehr begrenztes Vehikel der Kommunikation? Ist Mathematik ein Modell, welches wie ein Netz über den Morast des Wahrgenommenen geworfen wird, in der Hoffnung, den allerdicksten Fisch an Land zu ziehen.
Viele liebe Grüße, Wolfgang Jai Guru Dev



Original-Nachricht
Betreff: AW: Sudarshanchakra
Datum: Wed, 03 Jun 2015
Von: "Dr.Zeiger"
An: Wolfgang


Lieber Wolfgang
als (Zwischen) Bilanz unserer Diskussion möchte ich auf den in deiner Mail angesprochenen Punkt genauer eingehen, da er mich seit einiger Zeit ebenfalls beschäftigt:

Ist Wissenschaft nur als Werbemaßname wichtig, d.h. um den Profit zu steigern wie es der Unternehmergeist sieht oder ist Wissenschaft insbesondere die exakte vielleicht doch zu mehr zu gebrauchen ?

Da es mir als Trotaka nicht gegeben ist in einem grandiosen Aphorismus diese Frage ein für alle mal zu entscheiden, möchte ich das an einem konkreten Beispiel tun und - wie es sich für einen treuen Diener der Wissenschaft gehört - durch braves Erbsen-zählen Nehmen wir uns dazu nochmal konkret die Frage vor, die den Ausgangsfrage unserer ganzen Diskussion:bildet

Warum sind die Ereignisse über die das Ramayan berichtet, für uns heute noch so wichtig obwohl das kriegerische Geschehen schon vor etwa 1 Million Jahren stattfand und der Strom der Zeit eigentlich schon lange darüber hinweggegangen sein sollte, wie über zahllosen anderen Kriege und ihre banalen Auslöser (Cherchez la femme ) ?

Ist der Grund, warum das Ramayan so lange Zeit die Bestseller Liste anführt, nur seine attraktive "Vermarktung" des Ereignisses insbesondere die poetische Darstellung aus der jede Generation einsamer Herzen neue Hoffnung schöpft weil es ein Happy Ende gibt?

Anders gefragt:
warum gibt es am Ende einer langen Geschichte des Zerfalls immer den "Grossen Sprung" zum Neuanfang in alter Frische? Ist das nur reine Sentimentalität?
Warum kommt direkt nach der dunklen Zeit die goldene Zeit? Ist das vielleicht nur eine Durchhalteparole?
oder trocken ausgedrückt:
Warum ist zeitliche Entwicklung zyklisch? Schließen sich
Anfang und Ende nur deshalb zu einem Kreis weil das so schön einfach ist?

Lass uns also mal Eins und Eins zusammen zählen , um zu sehen wo und an welcher Stelle in einer Happy-End-Geschichte etwas ins Spiel kommt was durch reine Ökonomie nicht zu fassen ist wohl aber durch exakte Wissenschaft.

Zunächst werde ich also kurz darstellen
1.was die ökonomische-mechanische "Erbsenzählerei" zu leisten vermag, was auch als harte Wissenschaft bezeichnet wird.(Diesen Teil kannst Du überspringen, er dient hier nur zur Begriffserläuterung)
und
2. was Reine Wissenschaft zu leisten vermag, die heute auch als soft science bezeichnet wird.

zu 1. Am Anfang allen Erbsen-zählen steht ein voller Topf und am ende ist der Topf leer und die Erbsen zu Suppe verarbeitet. Etwas geschwollen ausgedrückt heißt das
1.1 Der Anfang ist ein Produkt von Kreativität und das Ende ist die vollständige Verwertung dieses Produktes bis zu seiner vollständigen Auflösung. Das ist Ökonomie: Ausschöpfung der Ressourcen bis zur Erschöpfung nach dem Motto: nach uns die Sintflut.
1.2. Der zählende Geist erkennt zu allen Zeiten - heute sowie in der ältesten Vergangenheit - in diesem natürlichen Ablauf drei grundlegende Eigenschaften:
I. etwas das entstanden ist, II. die Aktivität des Aufrechterhaltens und III etwas was aufgelöst wurde.
In der alten Sprache wird I sattva, II rajas, III tamas genannt. Die Mechanik des Gesamtablauf vom Anfang bis Ende besteht dann aus vier Schritten:
I. sattva dominiert rajas,
II. rajas dominiert sattva,
III. rajas dominiert tamas,
IV tamas dominiert rajas
Im natürliche Ablauf wird also ein vorhandenes schöpferisches Potential zunehmend aufgebraucht bis der Prozess zum Stillstand kommt. Das ist ein mechanischer Prozess.
1.3. Weil es für die mechanisch Denkenden höchst interessant ist, wenn ein vorhandener Topf schrittweise geleert wird, sind für die einzelnen zeitlichen Epochen Namen eingeführt worden
I. Sat Yuga II. Treta Yuga III. Dvapara Yuga und IV. Kali Yuga
Charakterisiert werden diese Epochen durch schrittweise Abnahme der Zahl der insgesamt vier Standbeine der Entwicklungskraft -Dharma. Der so beschriebene Prozess ist genau gesehen keine Entwicklung sondern eine Degeneration.


zu 2. Am Ende der rein ökonomisch-mechanischen Erbsenzählerei bleiben viele Fragen offen. Mit dem Formulieren diesen Fragen beginnt die reine Wissenschaft.
Was macht aus einem leeren Topf ein vollen Topf?
Was heißt es schöpferisch sein?
Was kann überhaupt zerstört werden?
Was ist Aktivität?,
Was ist Evolution bzw. Entwicklung?
Was ist die Kraft der Evolution(Dharma)?
All diese Fragen kann das rein ökonomische Denken nicht beantworten, wohl aber die Wissenschaft.
Wissenschaft ist also eine ganz anderen Geisteshaltung als Ökonomie (klassische Mechanik) wobei Wissenschaft insgesamt das ökonomische Denken mit einschließt und reine Wissenschaft da beginnt wo die Ökonomie aufhört.
Wissenschaft ist immer systematisches Wissen und reine Wissenschaft systematisiert in Begriffen des Wechselspiels von Beobachter, Vorgang und Objekt. D.h. reine Wissenschaft bringt den Beobachter ins Spiel. Der moderne Begriff dafür ist Quantenmechanik weil hier zur horizontalen Dynamik der Ökonomie( Mechanik) die vertikale Dynamik des Entstehens und Vergehens und die Quanten der Aktivität mit einbezogen werden, was von der Ökonomie (Mechanik)vorausgesetzt wird.
2.1 In der realen Entwicklung treten immer Sprünge oder Brüche auf die mechanisch-ökonomisch nicht zu verstehen sind.
Der Größte Sprung ist der, wenn der leere Topf wieder gefüllt wird z.B. wenn auf das Kali Yuga wieder ein Sat Yuga folgt. Der Grosse Sprung ist nur ein anderes Wort für den Dritten Hauptsatz der Thermodynamik, d.h. die Erzeugung von Ordnung durch Verringerung der Anregung. Im Grossen Sprung wird formal die Sequenz der Yugas wieder umgekehrt. Dadurch wird die zeitliche Entwicklung zyklisch d.h. Anfang und Ende schließen sich zum Kreis.
2.2 Grundlage des Dritten Hauptsatzes und damit des Grossen Sprungs ist die Quantenmechanik, d.h. die vollkommene Geordnetheit und uneingeschränkte Verbundenheit.
Wenn der Grad der Anregung abnimmt drückt sich diese vollkommene Ordnung zunehmend auf der sichtbaren Ebene der Schöpfung aus.
Der Gosse Sprung erzeugt also im Schnellverfahren eine neue Ordnung(Sat Yuga) aus dem Chaos (Kali Yuga). Der Grosse Sprung besteht vor allem in einer Erneuerung all dessen was vorher zerstört wurde bzw. verloren gegangen ist.
2.3 Aber auch im langen Zeitablauf der Yugas ist die quantenmechanische Realität immer präsent, denn die klassische Mechanik ist in die Quantenmechanik eingebettet. Es sind deshalb immer auch spontan quantenmechanische Phänomen möglich.
Da auf der quantenmechanischen Ebene alles mit allem verbunden ist, vor allem sind Quantenphänomene miteinander verbunden, insbesondere ist der Grosse Sprung mit dem Ereignis des Ramayan verbunden. Diese Verbindung wird auch als Raum-Zeit-Brücke oder Wurmloch bezeichnet.
Wenn der "Grosse Sprung" zu einem neuen Goldenen Zeitalter (Sat Yuga) stattfindet, dann ist er mit den Ereignissen zur Zeit des Ramayan über eine Raum-Zeit-Brücke ("Wurmloch") verbunden.
Deshalb ist es gut in Zeiten des Umbruchs das Ramayan zu hören bzw. zu studieren.


Das beigefügte Bild illustriert diese Situation.
Viele Grüsse an Deine Frau
die uns zu diesen Gedanken inspiriert hat
Dein Bernd
Jai Guru Deva




Original-Nachricht
Betreff: Re: AW: Sudarshanchakra
Datum: Fri, 05 Jun 2015
Von: Wolfgang
An: "Zeiger"


Lieber Bernd,
für die Fortsetzung des Dialoges muß ich tief in mich gehen, das heißt Zeit. Viele liebe Grüße bis dann,
Wolfgang
Jai Guru Dev



Original-Nachricht
Betreff: AW: Dialog
Datum: Sat, 06 Jun 2015
Von: "Dr.Zeiger"
An: Wolfgang


Lieber Wolfgang,
es würde mich sehr freuen, wenn wir diesen Dialog fortsetzen würden,
denn wir sind an dem Punk angekokmmen, wo wir nicht mehr versuchen
die Dinge schön zu reden, sondern zu den Sachen und den Fragen kommen,
die uns tatsächlich beschäftigen.

Da ich am 5. Juni Geburtstag habe, sehe ich Deine Ankündigung den Dialog
fortzusetzen als Geburtstagsgeschenk an
herzliche Grüsse
Bernd
Jai Guru Deva



Original-Nachricht
Betreff: Re: AW: Dialog
Datum: Sat, 06 Jun 2015
Von: Wolfgang
An: "Dr.Zeiger"


Lieber Bernd,
erst einmal viele liebe Grüße zu Deinem Geburtstag. Dein Interesse an unserem Dialog freut mich sehr. Auch ich möchte ihn fortsetzen. Leider habe ich erst wieder kommende Woche dazu Zeit. Auch muss ich zur Beantwortung Deiner zuletzt mitgeteilten Gedanken tief eintauchen in meine Geisteswelt. Ich habe zunächst einige Schwierigkeiten mit der Art wie Wissenschaft und Meditation verknüpft werden.
Bis dahin viele liebe Grüße Wolfgang Jai Guru Dev




Original-Nachricht
Betreff: keine Eile
Datum: Sun, 07 Jun 2015
Von: "Dr.Zeiger"
An: Wolfgang


Lieber Wolfgang,
vielen Dank für die guten Wünsche.
bitte fühle Dich nicht unter Druck wir haben keine Eile.
Gut Ding braucht Weile.
Doch ist für mich - da jetzt im 75. Lebensjahr - die noch verfügbare Lebenszeit begrenzt.

Eine kurze Englische Zusammenfassung unser Diskussion habe ich für
Facebook-Freunde verfasst. Vielleicht erleichtert Dir das den Neueinstieg
wann immer es Dir passt.
Herzlichst
Bernd
Jai Guru Deva




Original-Nachricht
Betreff: AW: Alles Gute!
Datum: Sun, 07 Jun 2015
Von: "Zeiger"
An: "peter"


Lieber Peter,
vielen Dank, daß Du an mich gedacht hast.
Es ergaben sich in letzter Zeit neue Erkenntnise
www.tm-darmstadt.de/das-forum/science-ne...trends-2015.html#862
und dazu passend eine Diskussion
www.tm-darmstadt.de/das-forum/30-vedisch...dhanur-veda.html#869
wodurch mir ein Aspekt der "Brücke von Ram" bewusst wurde, den ich in meinem alten Aufsatz zu diesem Thema noch nicht berücksichtigt habe - die "Wurmlöcher in der Raumzeit."
Hier eine kurze Zusammenfassung(in Englisch für Facebook) um was es dabei geht:

All observers of modern times - including the Pope - agree that human affairs in today`s world can be characterized as fight of everyone against everyone else. Yet this is only half the story. The full picture has to include the quantum reality where everyone is connected with all others. As a consequence of this quantum entanglement there are tunnels called "wormholes" connecting remote space-time regions of opposite character to maintain an overall balance. The fight of "all against all" indicates the existence of a bridge to space-time regions where the total potential of creative intelligence was or will be lively. Hence there is no reason to worry. All what happens has a Happy Ending because the total potential of creative intelligence has been proven to be victorious under all circumstances.
Ramayan, the ancient report of the establishment of the Golden Age of Ram (Ram Raj) gives complete relief to the people of the current time, by connecting us all to ancient events where the total potential of creative intelligence (Ram) has been victorious.

bridge.jpg



Original-Nachricht
Betreff: Fw: Fwd: East-West Forum, Helsinki, Below some abstracts I found interesting.
Datum: Tue, 09 Jun 2015
Von: "Peter Kiefer"
An: "Bernd Zeiger"

From: Margot Suettmann
Sent: Tuesday, June 09, 2015
Subject: Fwd: East-West Forum, Helsinki, Below some abstracts I found interesting.

John Hagelin co-chairing the East-West Forum 8th June as part of the Towards a Science of Consciousness in Helsinki 2015 gave the following talk:

Consciousness: Down the Rabbit Hole
Entanglement, Space-Time Wormholes, and the Brain


Abstract:
Using a rigorous but bizarre new principle from M-theory known as holographic duality, we explain the “spooky action-at-a-distance” nature of quantum entanglement, showing that it is a direct consequence of space-time wormholes—tunnels through space. (i.e., we show that EPR = ER.)
We use these same, state-of-the-art principles to show that human consciousness originates deep within the physical realm—in quantum gravity and M-theory. i.e., while some scientists (e.g., Penrose) have speculated that consciousness originates from Planck-scale mechanisms rooted in quantum gravity, we demonstrate this explicitly. We show how Planck-scale mechanics directly relate to brain-scale cognitive functioning, thus providing a bridge between the Planck scale (the unified field) and the brain: how Consciousness enters the brain. We explain the key difference between content-free consciousness (Samadhi) and waking consciousness (awareness of content), which is key to experiencing both Samadhi and perpetual Samadhi—Enlightenment.





Original-Nachricht
Betreff: AW:East-West Forum, Helsinki
Datum: Wed, 10 Jun 2015
Von: "Dr.Zeiger"
An: "Peter Kiefer"
Cc: msuettmann


Lieber Peter,
vielen Dank für die Weiterleitung der Mail von Margot mit der Zusammenfassung des Vortrags von John Hagelin auf dem Ost-West Forum vom 8. Juni, das als "pre-conference workshop" zur 21.Internationalen Konferez "Toward a Science of Consciousness 2015" (9.-13. Juni) an der Universität Helsinki stattfand.

Das Thema des Vortrags von John Hagelin passt genau zum Thema das seit ca. einem Monat im Wissenschaftsforum diskutiert wird. Ich habe deshalb die Zusammenfassung der Diskussion hinzugefügt.
Jai Guru Deva



Original-Nachricht
Betreff: Re: wondering
Datum: Fri, 12 Jun 2015
Von: Margot Suettmann
An: "Dr.Zeiger"


Lieber Bernd,
ich habe so ein bisschen in die Lectures von Hagelin ueber holographische Dualitaet usw. und seine Theorie, abgeleitet aus diesen Theorien, dass es sein koennte, dass quantenmechanische wormholes in unserem Gehirn existieren.

Natuerlich kann ich mir keine Meinung erlauben, aber mir scheint das alles etwas weit hergeholt. Ausserdem erklaert es nicht, warum dann Erleuchtete anscheinend mehr von diesen wormholes haben muessen, da sie ja auf die qunatnemechanische Ebene ("field of all possibilities") wesentlich besser zurueckzugreifen vermoegen als andere.

Irgendwie geht es ja auch um das Problem, dass das UF in einem um viele Zehnerpotenzen kleinen, mikosokopischen, eigentlich sogar jenseis der Planckskala (d.h. wo nomale Kategorien von Zeit und Raum sich aufloesen) Bereich ist, waehrend das Gehirn und Nervensystem und selbst die genetische Ebene, die ihm zugrundeliegt und es untermauert, ziemlich makroskopisch sind. Andererseits finde ich die Sichtweise auch zu einseitig, das UF in diesen mirkro-mikro-mikro-Bereich zu "verbannen", viele Dimensionen jenseits einer biologischen Ebene.
Koennen wi das UF nicht herausnehmen aus dieser Verbannung und "mitten unter uns" (wie es biblisch heisst) etablieren?
Und wie sollte das moeglich sein?

Margot



Original-Nachricht
Betreff: EPR=ER
Datum: Sat, 13 Jun 2015
Von: "Dr.Zeiger"
An: "Margot Suettmann"



Dear Margot,
the recently discovered relationship between EPR
de.wikipedia.org/wiki/Einstein-Podolsky-Rosen-Paradoxon
and ER-Bridge
en.wikipedia.org/wiki/Wormhole
is very attractive, because it connnects Quantum Coherence(EPR) with the structure of space-time (ER) and hence with gravity which in turn is the essential field of the unified field.

Such a link has been missing since recently but is needed to understand how the
the unified field of particle physics might be related to brain functioning.
To my knowledge at present we do not have any other link between Unified Field and Quantum Coherence
en.wikipedia.org/wiki/ER%3DEPR
I guess this is the reason why John Hagelin likes this discovery
.
It is worthwhile to probe into it.
Bernd
Jai Guru Deva
Letzte Änderung: 7 Jahre 5 Monate her von Dr. Bernd Zeiger.
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