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Vedische Studien
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THEMA: Veda Lila: Belebung der Erinnerung

Veda Lila: Belebung der Erinnerung 12 Jahre 2 Monate her #57

Maharishis Veda Lila

Vedische Studien auf der Grundlage der Transzendentalen Meditation von Maharishi Mahesh Yogi sind keine Studien im Sinne der Linguistik, der Indologie oder verwandter Disziplinen, sondern beziehen sich unmittelbar auf die Bewusstseinsdynamik, die für das Entstehen von Wissen und seinem sprachlichen Ausdruck verantwortlich ist.

Für Maharishi vedische Studien ist es wichtig zu wissen, dass die in Indien überlieferten
Veden die klangliche Darstellung der Impulse kreativer Intelligenz sind, die als Eigendynamik des Bewusstseins vom bewussten Geist erkannt und dann durch die Sprache ausgedrückt werden. Wie an anderer Stelle diskutiert wird, entsprechen sie den Naturgesetzen, die für das Werden, die Erhaltung und das Vergehen der gesamten Schöpfung und all ihrer Teile verantwortlich sind.

Die besondere phonologische Struktur des vedischen Sanskrit ermöglicht eine Darstellung der Impulse kreativer Intelligenz, in der Klang und Bedeutung einander entsprechen. Man spricht deshalb auch von einer analogen Klangdarstellung der Impulse kreativer Intelligenz in den Veden.

Die verschieden vedische Ausdrücke beschreiben unterschiedliche Details der Wechselbeziehungen von Erkennendem, Erkenntnisprozess und Erkenntnisobjekt. Erzeugt wird dieses Wechselspiel von der Intelligenz und vom Bewusstsein als Wissen(Veda) erkannt.

Das Zusammenspiel von Beobachter, Beobachtungsprozess und
Beobachtungsobjekt unmittelbar auf der Ebene selbst-bezogenen Bewusstseins heisst in der vedischen Sprache: samhita.
Der Erkennende auf dieser Ebene heisst rishi (oft als Seher übersetzt), die für den Erkenntnisprozess verantwortlichen Impulse der Intelligenz werden devata genannt (oft auch als Gottheiten übersetzt) und der Gegenstand der Erkenntnis d.h. der rhythmische Fluss des Wissens wird chhandas genannt. Chhandas bezeichtet in diesem Fall also alle Ausdrücke des Veda. In den Übersetzungen werden diese Ausdrücke wegen ihres melodischen Charakters auch als Verse, Hymnen, Gesänge, Lieder, etc, bezeichnet.
Letztlich sind die vedischen Ausdrück aber ein eigenständige Form des Wissens, die in allen Einzelheiten phonetisch beschreibt wie Wissen im Bewusstsein entsteht, d.h. welche Impulse der Intelligenz dafür verantwortlich sind und welche Struktur der Fluss des Wissens hat.

Maharishi hat während der Jahrzehnte seines Wirkens sehr präzise
Hinweise gegeben wie der Veda zu studieren ist, um maximalen Nutzen daraus zu ziehen.

1. Erste Regel vedischer Studien: Atma = Samhita

Der Bezug zur persönlichen Erfahrung durch die Transzendentale
Meditation ist die erste Grundregel vedischer Studien.

Diese Regel bedeutet, dass das Selbst des Menschen - Atma - als
selbst-bezogenes Bewusstsein, diejenige Realität des Bewusstseins ist, worin der Beobachter mit dem Beobachteten. zu einer dynamischen Realität verschmolzen sind: Samhita.
In der subjektive Erfahrung ist Samhita ein superflussige Zustand des Bewusstseins. Die Übereinstimmung zum superflüssigen Zustand der Materie, z.B. zum superflüssigen Helium, ist dabei mehr als eine gedankliche Analogie. Diese Übereinstimmung wird in diesem Forum an verschiedenen Stellen genauer behandelt. Der Veda ist in diesem Bild die Eigendynamik des superflüssigen Zustandes.

Dazu eine persönliche Erfahrung, die erwähnt wird, um von Anfang an klarzustellen, dass es hier nicht um rein gedankliche Überlegungen geht, sondern um eine der unmittelbaren Erfahrung zugänglichen Wirklichkeit. Hier also meine Erfahrung aus dem Jahre 1980:

Es war während der Feier des vedischen Lichterfestes zu Beginn des ersten Kurses über Vedische Wissenschaft den Maharishi in Indien abgehalten hat. Maharishi hatte damals ausserhalb von Neu Dehli auf einem grossen Gelände (Noida) tausende vedische Pundits zusammengerufen und für das Fest ein riesiges Zelt errichten lassen. Auf der einen Seite des Zeltes war eine grosse festlich dekorierte Bühne mit Maharishi. An die Einzelheiten der Bühnengestaltung kann ich mich nicht mehr erinnern. Vor der Bühne sassen auf Matten in langen Reihen die vedischen Pandits. Ausserhalb dieses zentralen Geschehens vor allem am Rand des Zeltes war ein ständiges Kommen und Gehen von Frauen, Kindern und Besuchern, die zusammen ein lautes Hintergrundgeräusch erzeugten, während gleichzeitig die Pandits verschiedene vedische Hymnen rezitierten. Wegen der grossen Zahl an Pandits klangen die Rezitationen insgesamt wenig synchron. Wir Besucher aus dem Westen sassen rechts und links der Bühne. Da an diesem Tag die Kursteilnehmer - es waren viele Hunderte aus allen Teilen der Welt - teilweise unmittelbar vom Flugplatz mit Bussen direkt zur Feier anreisten, wurden es im Lauf der Feier immer voller und enger. All das erwähne ich, um einen Eindruck von dem turbulenten Geschehen zu vermitteln.

Maharishi hatte uns Kursteilnehmer zu Beginn der Feier empfohlen zu Meditieren und dann den Rezitationen mit geschlossenen Augen zuzuhören. Ich weiss nicht mehr wie lange ich so auf dem Boden sass, als plötzlich in meinem Geist die Rezitationen zu wohlgeordneten Wellen eines Ozeans des Bewusstseins wurden, wobei alle Hintergrundgeräusche als leichtes Kräuseln dieser Wellen erschienen. Alles gehört zusammen und bildet eine grosse Einheit, wobei Ich, als der Beobachter, und die wahrgenommenen vedischen Rezitationen, zusammen mit der selbst-bezogenen Dynamik des Ozeans des Bewusstseins ein grosses Ganzes bildeten.


Von ähnlichen Erfahrungen berichten viele Ausübende der Transzendentalen Meditation. Der von mir verwendete Ausdruck Ozean des Bewusstseins macht den Zustand unbegrenzten Bewusstseins, wie er subjektiv erfahren wird, sehr anschaulich. Dieser Begriff wird hier benutzt, um die Verbindung zum Veda Lila (Spiel des Veda) herzustellen, denn in Zusammenhang mit dieser Veranschaulichung des Veda hat Maharishi 1986 erstmals diesen Begriff eingeführt.

Das Veda Lila beschreibt in Form eines theatralischen Spiels in allen Einzelheiten die Eigendynamik des Ozeans des Bewusstseins als Zusammenwirken von Beobachter, Beobachtungsdynamik und Beobachtungsobjekt.

2. Die zweite Regel zur Erforschung des Veda: Drei-in-Einem

Der intellektuelle Schlüssel zu Erforschung des Veda ist der Nachweis der Dreiheit von Erkennendem, Erkennen und Erkenntnis in jedem Teil und an jedem Punkt der Schöpfung. Auf allen Ebenen der Schöpfung die Dreiheit von rishi, devata und chhandas nachzuweisen, das heisst, alle Ausdrucksformen des Lebens in Begriffen des Selbst Atma zu erkennen.

Durch die Ausübung der Transzendentalen Meditation entwickelt sich als Folge der zunehmenden Belebung reinen Bewusstseins (samhita) im Lauf der Zeit eine natürliche Neigung in allem Geschehen das Zusammenspiel von rishi, devata und chhandas zu erkennen.

In der vedischen Literatur gibt es eine Reihe von Systemen, die die natürliche Tendenz des Intellekt fördern, die Dreiheit in der Einheit zu erkennen, Die zwei wichtigsten dieser triadischen Systeme sind (a) das in der Bhagavad Gita ausführlich dargestellte Zusammenspiel der drei Gunas (Grundkräfte) der Natur und (b) das für den Ayurveda grundlegende System der Drei-Doshas.

Voraussetzung für die volle Wirksamkeit all solcher triadischen Systeme ist aber die Transzendentale Meditation. Die Regel ist: Erst Erweitung des Bewusstseins, dann die Anwendung der Systeme.
Nicht der Wechsel im System ändert den Menschen sondern die Erfahrung reinen Bewusstseins. Ist diese Erfahrung vorhanden bekommt jedes System einen Wert zu seiner Zeit.

Die ersten Ausdrucksformen von rishi, devata und chhandas im subjektiven Bereich sind
Ego (aham), Intellekt (budhi) und Geist (manas).

Da Bewusstseinsentwicklung ein selbsttätiger Vorgang ist, der unter geeigneten, d.h. stress-freien Bedingungen (wie sie durch die Transzendentale Meditation systematisch herbeigeführt werden), bei jedem Menschen spontan stattfindet werden triadische Strukturen immer wieder neu entdeckt. Das gilt insbesondere dann, wenn grundlegende Themen behandelt werden wie künstliche Intelligenz(Computer), Gehirnfunktion, Vereinheitlichung der Grundkräfte der Natur und Kosmologie.

Als Beispiel seien hier die Erkenntnisse des Philosophen Gotthard Günther erwähnt, der die Grundlagen der Kybernetik, der Lehre der Regelungsvorgänge, erarbeitete. de.wikipedia.org/wiki/Gotthard_G%C3%BCnther
G. Günther erlangte in den 1950er Jahren grosse Bekanntheit, weil er Erläuterungen zu bedeutenden Werken der Science Fiction schieb und 1957 ein kleines Buch über das Bewusstsein der Maschinen veröffentliche, das mich sehr stark beeindruckte. Dadurch wurde ich in meiner Kindheit auf dreiwertige Denksysteme aufmerksam.


3. Veda Lila: Belebung der Erinnerung

Eine dritte Regel vedischer Studien ist die vollständige Belebung der Erinnerung an die Einheit in der Vielfalt und an die Vielfalt in der Einheit. Das Hilfsmittel dazu ist die spielerische Darstellung aller möglichen Beziehungen auf der Basis reinen Bewusstseins durch Maharishis Veda Lila.

Im Zustand reinen Bewusstseins wie er in der Transzendentalen Meditation erfahren wird sind Erkennender(rishi), Vorgang des Erkennens(devata) und Erkenntnis(chhandas) eine singuläre Realität: samhita.

Der Intellekt kann durch seine Fähigkeit der Erinnerung diese drei Komponenten und ihr vielfältiges Zusammenspiel unterscheiden aber er kann auch diese Unterscheidung wieder rückgängig machen durch den Vorgang des Vergessens. Auf diese Weise verbindet der Intellekt das Selbst – Atma - mit dem Universum – Vishwa.

Die spielerische Darstellung der Transformationsdynamik des
Bewusstseins wie sie der Intellekt unterscheidet und so hervorbringt, wird im Veda Lila anschaulich durch sprechende und handelnde Personen dargestellt. Zweck ist die vollständige Belebung der Erinnerung als Bindeglied zwischen Absolutem und Relativen. Die wichtigste Hilfsmittel, die Maharishi dazu im Veda Lila einsetzt, sind der Wechsel zwischen anschaulicher Darstellung (sehen) und vedischer Rezitation(hören).

Das Erste was im Veda Lila durch den Erzähler als Personifizierung von Atma beschrieben wird, ist der Ozean des Bewusstsein. Nach dieser Eionleitung kommt die fundamentale selbst-bezogene Realität des Bewusstseins zu Worte: Samita in der einfachsten Form als Rig Veda.

Hierzu einige Zitate zunächt aus Texten, die im Umfeld des Veda Lila also etwa zur selben Zeit entstanden sind,und dann der Anfang des Veda Lila. Es ist wichtig jedes einzelne Wort nicht nur gedanklich zu erfassen sondern auch zu verinnerlichen d.h. den Bezug zur Erfahrung mit der Transzendentalen Meditation herzustellen.

(I) Maharishis insight into the Veda - Veda Rediscovered in its Completeness

The whole of the vedic literature discovered within the samhita in the self-referral state of Transcendental Consciousness

Mechanics of transformation of the unified structure of the samhita into the diversified structure of knowledge displayed by the vedic literature:

The intelligence aspect of consciousness, being awake within itself, locates within its singularity the three values of the observer, process of observation, and the observed, which correspond to the rishi, devata and chhandas of the samhita of Rig Veda.

All the values of the vedic Literature emerge as transformations of the samhita of rishi, devata and chhandas - the self-interacting dynamics of the self-referral state of consciousness, the unbounded sea of consciousness at the unmanifest basis of creation.


(II) Rig Veda

The first principle of natures functioning is the perfectly balanced dynamics of self-interaction, which is embodied in the structure of samhita and illustrated in the first syllable of Rig Veda: ak . All principles of natures functioning sequentially emerge from this first principle. The sequential development of the self-interacting dynamics of the samhita of Rig Veda displays the sequential emergence of natural law.

(III) Veda Lila ( nur kurze Auszüge, um copyright Probleme zu vermeiden)

ATMA (narrator - the ocean song)

One unbounded ocean
Of consciousness in motion
In waves of the veda flowing
An ocean of knowingness

Chorus: ocean of consciousness

In one unbounded ocean,
Of consciousness in motion,
The Samhita of Veda is flowing
As Knower, Known and knowing.

Chorus: Knower, known, and knowing

The Samhita of rishi, devata, and chhandas,
The togetherness of three, in one reality.
In one unbounded ocean of consciousness,
One becomes three while remaining unity.

Chorus and narrator: One becomes three while remaining unity


SAMHITA ( the samhita song)

I am the eternal samhita,
Of rishi devata, and chhandas,
Interacting within myself I display
My self-referral transformation.

Chorus: self-referral transformation

How I create, is my Veda Lila.
My internal dynamics display Veda Lila.
My name is Rig Veda Samhita.
Now listen to the sound of my name-
Rrrrrig, Rrrrrig, Rrrrrig.
The sound Rig is the self-interacting dynamics
Of consciousness in Samhita.
This is my name which reveals my Lila.
This is my name which describes my nature.
I am Rrrrrig, Rrrrrig, Rrrrrig Samhita,
I am Rrrrrig, Rrrrrig, Rrrrrig Samhita,
My nature is consciousness,
Pure consciousness.

Now behold my eternal play,
Behold my Lila,
Behold my Veda Lila
In the ocean of consciousness.

Chorus: In the ocean of your own consciousness.


Die Hauptakteure des Veda Lila sind Atma(Erzähler), Chor, Samhita,
Rishi, Devata , und Chhandas. Weitere nur kurz auftauchende Akteure sind dann die verschiedenen Gebiete der vedischen Literatur, die aus der Eigendynamik des Bewusstseins auf systematische Weise hervorgehen.

Das Veda Lila, so abstrakt es auf den ersten Blick erscheinen mag, hat grosse praktische und theoretische Bedeutung; es bildet nämlich die Grundlage für Maharishis Erneuerung des Ayurveda. Folgende Aussagen Maharishis aus meinen Notizen von 1986 fassen das zusammen:

Die menschliche Physiologie muss im Bewusstsein der Einheit (samhita) von rishi, devata, chhandas belebt werden. Wenn die Samhita von Rishi, Devata, Chhandas im Bewusstsein intellektuell klar erkannt wird, dann beginnt die Physiologie wohlkoordiniert zu arbeiten.

Das ist in Samenform die Entdeckung des Veda in der Physiologie des Arztes Raja Raam Tony Nader.


4. Prinzip der Identifikation: Du wirst was du siehst

Die Eigendynamik des Bewusstseins lässt sich auf das Prinzip der Identifikation zurückführen.
(wird fortgesetzt)
Letzte Änderung: 11 Jahre 8 Monate her von admin. Begründung: bessere Lesbarkeit des Textes
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