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Vedische Studien
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THEMA: Einführung in Maharishi`s Vedische Studien

Einführung in Maharishi`s Vedische Studien 12 Jahre 3 Monate her #43

Wer nach Wissen und Weisheit strebt, der hört sehr schnell von den Veden, die seit Urzeiten in Indien überliefert werden.

In seinen Erinnerungen an Die indischen Jahre(1991) schreibt Günter Diehl, Deutscher Botschafter in Indien von 1970 bis 1977 , über die Anziehungskraft, die die vedische Kultur Indiens seit jeher ausübt:

Viele Europäer haben ihren Umgang mit Indien beschrieben: Dichter, Künstler, Philosophen, Naturwissenschaftler, Journalisten und Politiker. Jeder hat auf seine unverwechselbare, hin und wieder unübertreffliche Art versucht, mitzuteilen, was Indien ihm bedeutet, wie er Indien begriff. Warum lässt dieser Elan nicht nach? Diejenigen Deutschen, die sich ernsthaft und gründlich mit indischer Religion und Philosophie beschäftigt haben, trugen einen grossen Gewinn davon. Die Verbindung mit körperlichen Übungen und Meditationstechniken, bot manchem einen Anreiz. Aber da ist auch der Einfluss des oft paradiesisch schönen Landes ( G. Diehl erfährt das besonders intensiv während einer Fahrt nach Puri, Stadt des Jaganath-Tempels, in Orissa): Nach einer Viertelstunde Fahrt bleibt vieles zurück, und erstaunt fühle ich, wie ein Gefühl unbestimmten Wohlseins, ja Glücks von dem geplagten Herz Besitz ergreift.

Land des Veda, Land der Erfüllung, ist traditionell die Wertschätzung der Inder für ihr Land. Ein junger Wissenschaftler aus Chennai, J. Satish Kumar, hat inspiriert durch Maharishi Mashesh Yogi, eine strukturelle Beziehung herstellen können zwischen dem menschlichen Gehirn und der Verteilung der vedischen Tempel im alten Indien.
www.holisticjunction.com/displayarticle.cfm?ID=93
(Ancient Temples of India Correlated with Neurological Centers in Brain)
Dies begründet die von Indien als Land ausgehende geistige Kraft

1. Vier Ausgangspunkte für ein Annäherung an die Veden

(1) Übersetzungen vedischer Texte

Als Schüler las ich Mitte der1950er Jahre in der Reclam-Ausgabe der Bhagavad Gita (Übersetzung von Robert Boxberger, 1870, bearbeitet von Helmuth Glasenapp, 1955) folgende Charakterisierung der Veden:

Drei-guna-haft die Veden sind, Erheb dich über diese drei. (2.45)
In Wahrheit handeln in der Welt, allein die Gunas der Natur.(3.27)
Doch wer da Gunas, Werk und Selbst voll Weisheit auseinander hält, weiss Gunas wirken hier auf sich und hängt nicht an der Sinnenwelt.(3.28)
Es haftet an der Gunas Werk, der, der nicht Geist und Gunas trennt.(3.29)


Daraus folgerte ich als junger Naturliebhaber, dass

(I) die Veden so etwas sind wie bei uns die Naturwissenschaften, nämlich eine Darstellung der Grundkräfte der Natur(Gunas) und weiterhin, dass
(II) Ursprung und Zweck des Studiums der Natur ausserhalb der Wissenschaft im Geist bzw. Selbst liegt.


Diese Ideen haben mein weiteres Leben bestimmt und mich in den 1960er Jahren zur Transzendentalen Meditation geführt.

(2) Akademische Sekundärliteratur über die Veden

Im heutigen Internet-Zeitalter würde man zur Erstinformation über die Veden in der Wikipedia nachschauen und dort lesen:

Veda (Sanskrit, wörtl.: Wissen) ist eine Sammlung von religiösen Texten im Hinduismus.

Diese und ähnlichen Erläuterungen in den gängigen Nachschlagewerken hat Michael Stibane 2005 analysiert www.ashtavakragita.de/indexveda.htm und kommt zu dem Schluss, dass solchen gegenwärtig üblichen

Lexikon-Definitionen des Veda eine ganz bestimmte nur für unseren Kulturkreis typische Perspektive zugrunde liegt, die alles in -ismen einordnet und die dadurch von der Realität, um die es eigentlich geht, weiter wegführt.

Die üblichen Lexikon Definitionen des Veda führen also ganz weg vom eigentlichen Sachverhalt und sind deshalb irreführend.

(3) Studium der Original-Texte in Sanskrit

Will man nicht die Veden als Texte einer archaischen Religion einordnen, so bleibt als Alternative nur die Berufung auf die Repräsentanten des Veda selbst. Diese authentischen Veda-Gelehrten finden sind aber nur irgendwo im indischen Subkontinent und sie sprechen bzw. schreiben eine alte Sprache, das Sanskrit, und gehören immer zu einer ganz bestimmten Schule, die ihrerseits auch nur einen bestimmten Aspekt des Veda lehrt. Folgt man also dem Weg der Veda-Gelehrten, geht man einen langen Weg ins Ungewisse.

(4) Erfahrung der Realität des Veda

Seit den 1960er Jahren hat Maharishi Mahesh Yogi gezeigt, dass es für jeden Menschen einen unmittelbaren Zugang zu den Veden gibt, der auf der direkten Erfahrung der Realität beruht, die den Veden zugrunde liegt Das ist die Erfahrung reinen Bewusstseins durch die Transzendentale Meditation. 1974 gab Maharishi in Interlaken, Schweiz, einen auf Video aufgezeichneten Grundkurs über Ursprung, Entfaltung und Ziel allen Wissens auf der Grundlage der Transzendentalen Meditation. Dieser erste Kurs in vedische Studien wird zunächst hier kurz vorgestellt gefolgt von der Entdeckung des Veda und der Vedischen Literatur im menschlichen Körper durch Tony Nader in den 1990er Jahren:


2. Maharishi`s Grundkurs für vedischen Studien

Eine ausführliche Beschreibung des ersten Grundkurses in vedischer Studien auf der Grundlage der Transzendentalen Meditation ist im Programm und Vorlesungsverzeichnis der Maharishi International University enthalten. Diese Universität wurde Anfang der 1970er Jahre in den USA gegründet. Die folgenden Gedanken stammen aus einer Deutschen Übersetzung von Auszügen aus dem Vorlesungsprogramm für das Studium Generale der Universität Stuttgart, 1974:

Drei Aspekte lassen das Studium der Veden in dieser Generation wertvoll und interessant erscheinen – (1) das Wissen der Veden, (2) das Verständnis persönlicher Erfahrung und (3) das Wissen der modernen Wissenschaft. Auf der Basis persönlicher Erfahrung in der Transzendentalen Meditation und das Wissen der Mathematik, Physik, Biologie und Biochemie ist heute ein angemessenes und praktisch brauchbares Verständnis der Veden möglich.

(1) Ursprung des Veda im reinen Bewusstsein

Der Kurs beginnt damit, die Erfahrungen mit der Transzendentalen Meditation , der Praxis der Wissenschaft der Kreativen Intelligenz, zu diskutieren, um ein intellektuelles Verständnis für die Mechanismen des Lebens und seiner Evolution zu entwickeln. Die Erfahrung reinen Bewusstseins (durch die Transzendentale Meditation) ist die Voraussetzung und Grundlage für das Studium des Veda. Der Rig Veda selbst gibt den Grund dafür an und beantwortet damit die Frage nach seinem Ursprung (Rig Veda 1.164.39):

Richo akshare parame vyoman: Die Richas(Ausdrücke des Veda) haben ihren Sitz im unvergänglichen transzendentalen Bereich – reinem Bewusstsein, reiner Intelligenz.

Yasmin deva adhi vishve nisheduh: worin alle Impulse kreativer Intelligenz ihren Sitz haben

Yastanna veda kimricha karishyti: Was können die ewigen Ausdrücke des Wissens bei dem bewirken, dessen Aufmerksamkeit nicht Zugang zu dieser Ebene der Realität hat?

Ya ittadvidusta ime samasate: Derjenige aber, der reines Bewusstsein kennt, ist im Gleichgewicht, in der Ganzheit des Lebens, gefestigt.


Der Zweck des Studiums des Veda ist es also, den Sitz allen Wissens im Bewusstsein des Menschen zu strukturieren. Das bedeutet Zugang zu allen Impulsen kreativer Intelligenz (Naturgesetze) was zu maximale Wirksamkeit in allen Handlungen und damit zu Erfolg und Erfüllung führt - die Verwirklichung der Ganzheit des Lebens in allen Lebenslagen.

(2) Vedische Darstellung gültigen Wissens

Wissen ist im Bewusstsein strukturiert, daher ist Wissen verschieden in den verschiedenen Bewusstseinszuständen. Da die vedischen Hymnen, der Ausdruck vollständigen Wissens sind, können sie jedem Menschen Wissen vermitteln, aber dieses Wissen wird immer vom Bewusstseinzustand des Menschen abhängen. Um den Veda in seiner ganzen Reichweite verstehen zu können, muss Bewusstsein in seiner Ganzheit entfalten werden – unbegrenztes, reines, transzendentales Bewusstsein.

Die Analyse des ersten Wortes des Rig Veda AGNI gibt ein Beispiel für die Reichhaltigkeit und Vollständigkeit vedischer Ausdrücke – sowohl bezüglich der einzelnen Laute(Buchstaben) als auch bzgl. der Reihenfolge der Laute:

Der erste Ausdruck des einheitlichen Feldes reinen Bewusstseins ist der Laut A. Seine Bedeutung ist unbegrenzte Fülle, die Natur kreativer Intelligenz:

A = Gesamtheit des Manifestierten, die Natur kreativer Intelligenz

Die Fülle des Ausdrucks von A wird in G geschlossen

G = Leere (unmanifester Zustand), die Ursache kreativer Intelligenz.

In dem G den Laut A aufhält begrenzt er das Unbegrenzte und schafft so das Manifeste im Unmanifesten, die Grenze im Grenzenlosen.
Dieses Wissen vom Laut A wie es im Laut G gefunden wird, wird durch den dritten Buchstaben N negiert, der den Weg frei macht für die weitere mannigfaltige Entfaltung von A, indem nicht bei G stehen geblieben wird:

N = Verneinung( in diesem Fall der Leere), der innere Mechanismus der kreativen Intelligenz

Die Negation durch N bringt das Potential von G ans Licht, das Unmanifeste zu negieren und sich zu manifestieren. Das ist dann die Entwicklung der kreativen Intelligenz, wie sie vom Buchstaben I beschrieben wird:

I = Fortschritt, die Entwicklung kreativer Intelligenz

I macht einerseits die Dreierfunktion aus A, G und N zu einem Kontinuum und anderseits sind G, N und I die drei ersten Entfaltungsschritte von A, das in sich alle fundamentalen Aspekte der Schöpfung und Entwicklung umfasst. Auf diese Weise ist AGNI sowohl der Samenzustand(Ursache) als auch der erste Keimzustand allen Wissens(Wirkung) und damit der Mechanismus von Schöpfung und Evolution.

Die ganze Fülle, die vom ersten Klang A ausgedrückt wird, wird durch die nachfolgenden Buchstaben, Worte, Verse, Suktas, Mandalas und allen 10 Mandalas des Rig Veda beschrieben und erklärt. Durch das Studium dieser perfekten, schrittweisen Entfaltung des ganzen Bereichs des Wissens, kann jeder Mensch, unabhängig in welchem Bewusstseinszustand er ist, zunehmende Fülle des Lebens erfahren und verstehen.

(3) Moderne Wissenschaft und Vedische Wissenschaft

Der faszinierendste Aspekt des letzten Teils des Kurses liegt in den Beiträgen von verschiedenen Wissenschaftlern –Physikern, Genetikern, Biologen und Mathematikern, die die schöpferischen Funktion des Wortes AGNI durch die Prinzipien und Entdeckungen ihrer Fachgebiete illustrieren:

(I) Die Quantenfeldtheorie setzt einen invarianten Vakuumzustand (endsprechend dem Laut A) voraus, der in Form virtueller, unmanifester Teilchen, alle potentiellen Strukturen von Materie und Licht enthält. Das Bindeglied zwischen dem Vakuumzustand und den physikalischen Zuständen (G) sind die sogenannten Vernichtungsoperatoren (N) und Erzeugungsoperatoren (I) wie sie im mathematischen Formalismus auftreten.

(II)Die Genetik interpretiert die Struktur der DNA-Moleküle als eine Sprache, deren vier Buchstaben (chemische Bausteine) in ihren Eigenschaften, Funktionen und Wechselbeziehungen eine verblüffende Übereinstimmung mit der Rolle der vier Laute in AGNI aufweisen.

(III)Die Mathematik kann von einem allgemeinen Standpunkt aus gesehen, in ihrer Gesamtheit aus vier grundlegenden logischen und mengentheoretischen Symbolen aufgebaut werden, die sehr genau den Aspekten der Fülle, Leere, Verneinung und des Fortschreitens entsprechen.


Die Beziehung zwischen moderner Wissenschaft und den Veden ist nicht auf die Theorie beschränkt, sondern hat unmittelbar praktischen Bezug zum menschlichen Leben. Die Erforschung der Wirkungen der Transzendentalen Meditation mit den objektiven Methoden der Physiologie, Psychologie und Soziologie hat das bestätigt (siehe Unterforum wissenschaftliche Untersuchungen). Die Wirkungen der Transzendentalen Meditation sind verbunden mit deutlichen Verbesserungen in allen Bereichen des Lebens:
Entwicklung des geistigen Potentials, Verbesserung der schulischen und akademischen Leistungen, bessere Gesundheit, Verbesserung im sozialen Verhalten, stressfreies Management und erhöhte Produktivität, wirksame Rehabilitation von Strafgefangenen, höhere Lebensqualität in der Gesamtgesellschaft, wirkungsvolle Verwaltung, optimaler Beitrag zum Weltfrieden.


3. Der Menschliche Körper als Ausdruck des Veda und der Vedischen Literatur

Die Transzendentale Meditation hat nicht nur dem praktischen Leben neue progressive Impulse gegeben, sondern auch der wissenschaftlichen Forschung. Die wichtigsten Forschungsimpulse der Transzendentalen Meditation betreffen:

1. Kohärenz der Gehirnwellen (EEG-Korrelate reinen Bewusstseins)

2. Biochemie der Synapsen (Transformationsdynamik in den Lücken)

3. Kollektive Kohärenz ( organisierende Kraft des Wissens
)


Die Resultate aus 150 Jahren medizinischer Forschung zur Struktur und Funktionsweise des menschlichen Köpers führten Maharishi`s Vedische Studien in den 1990er Jahren zu Entdeckung, dass der Veda und die Vedischen Literatur dieselbe Struktur beschreiben, die auch der menschlichen Physiologie zugrunde liegt. Dazu einige Gedanken aus der 1994 veröffentlichen deutschen Übersetzung des Buches “Human Physiology-Expressiion of Veda and Vedic Physiology“ von Tony Nader ( M.D., PhD, Raja Ram):

3.1 Die Selbst-wechselwirkung des Bewusstseins verbindet Veda und Physiologie

Wenn der bewusste Geist durch Maharishi`s Transzendentale Meditation zur Ruhe kommt, dann befindet er sich in einem Zustand ruhevoller Wachheit. In diesem Zustand reiner Wachheit erfasst die menschliche Wahrnehmung schrittweise die strukturellen Einzelheiten dieses Zustandes beginnend mit der elementaren Erkenntnis, dass in diesem Zustand der Singularität Stille und Dynamik ko-existieren. D.h. reine Wachheit ist zugleich Singularität und Dualität. Anders gesagt: Wachheit ist nur darum Wachheit, weil sich die beiden widersprechenden Werte von Stille und Dynamik nicht gegenseitig aufheben, denn sie sind beide in höchstem Masse wach(= zwei gleich starke Ringkämpfer). Aus diesem Grund ist auch reines Bewusstsein die letzte Wirklichkeit.

Die ständige Wechselbeziehung von Stille und Dynamik als die Natur reiner Wachheit bringt Kreativität in die Singularität: reine Wachheit erkennt in sich Schritt für Schritt die Schöpfungsdynamik als Transformation der Dynamik in die Stille und der Stille in die Dynamik. Der Ur-Klang dieses ewigen Wechselspiels ist Rik, die dynamische Struktur reinen Wissens bzw. die Struktur Transzendentalen Bewusstseins, die als Rig Veda verfügbar ist.

Der Rig Veda enthält die vollständige Dynamik des einheitlichen Feldes des Bewusstseins und damit die sequentielle Entfaltung des Veda als Selbst-Kommentar in Form von Lauten(Silben) und Stille(Lücken). Maharishi nennt das

Apaurusheya Bhashya: ungeschaffener Kommentar des Veda.

In der damit verbundenen geordneten Aufeinanderfolge von Lauten und Stille liegt die eigentliche Bedeutung des Veda. Deutungen und Übersetzung beziehen sich immer nur auf bestimmte manifeste Aspekte des Veda. Die Realität des Rig-Veda ist für alle Aspekte des manifesten Universums verantwortlich:

Rig Veda =Verfassung des Universums =Ganzheitliche Funktionsweise

Der Rig Veda repräsentiert aufgrund seines selbst-rückbezüglichen Lautgefüges die ewige, ganzheitliche, allzeit gültige Realität reinen Bewusstseins. Weil das so ist, muss auch seine strukturierende Dynamik selbst-rückbezüglich sein, die von der Vedischen Literatur beschrieben wird. Die selbst-rückbezüglichen Fluktuation des Feldes reiner Intelligenz drücken sich also in klanglich-verbale Form im Veda aus und ihre strukturierende Dynamik in der Vedischen Literatur.

Veda = Klangdarstellung der Impulse der Intelligenz

Vedische Literatur= strukturierende Dynamik der Schöpfung (insbesondere des menschlichen Körpers)


Die vollkommene Ordnung, die sich im Universum insbesondere also auch im menschlichen Körper ausdrückt, spiegelt die vollkommene Ordnung wieder wie sie im Veda allgegenwärtig ist.
Verantwortlich für die Realisierung der strukturierenden Dynamik in Form von bestimmten Gleichgewichts- und Steuerungssystemen sind immer bestimmte Rückkopplungsschleifen.

Maharishi Mahesh Yogi und Tony Nader konnten nachweisen, dass die kybernetischen Strukturen der menschlichen Physiologie den sechs Rückkopplungsschleifen der Vedischen Literatur entsprechen:

Upa-Veda Schleife: Senso-Motorik, Stoffwechsel und Anatomie,

Vedanga-Schleife: Autonome Regulation,

Upanga-Schleife: Erkenntnis- und Willensfunktionen,

Ayurveda-Schleife: physiologisches Gleichgewicht,

Brahmana-Schleife: Zentralnervensystem und Rückenmark,

Pratrishakhya-Schleife: Struktur der Grosshirnrinde.


Wenn sämtliche Rückkopplungsschleifen voll funktionsfähig sind, dann ist die gesamte Physiologie in einem Zustand stiller aber unendlicher Dynamik:

ATMA(reines Bewusstsein) = BRAHM(Gesamtheit)

Die zwei Ausdrucksformen des Naturgesetzes, die verbale (Veda) und die materielle (menschlicher Körper) folgen (a) einem übereinstimmenden Funktionsmuter und haben (b) übereinstimmende Struktur. D.h.

(a) Die Funktionen der verschiedenen Zweige der vedischen Literatur stimmen mit den Funktionsweisen der verschiedenen Organe des Körpers und den unterschiedlichen Funktionselementen des Nervensystems überein.

(b) Die Struktur der einzelnen Zweige der vedischen Literatur steht in einer Eins-zu-Eins-Korrespondenz zu bestimmten Organen des menschlichen Körpers. Wann immer es z.B. fünf, zehn oder dreizehn Kapitel in einem bestimmten Werk der vedischen Literatur gibt, dann hat die entsprechende physische Struktur dieselbe Anzahl an Unterteilungen.


Es ist zu erwarten, dass solche Entsprechungen nicht nur für den menschlichen Körper gelten, sondern auch für jeden anderen Teil der Schöpfung, für das Leben der Pflanzen und Tiere, für die Struktur der Gesellschaft, für Galaxien bis hin zum gesamten Kosmos.

3.2 Die Transformationsdynamik in den Lücken

Maharishi hat in genialer Schau erkannt, dass in den Zwischenräumen, in den Lücken zwischen den vedischen Klängen und Klangfolgen, die Transformation von einer Klangstruktur zur anderen stattfindet und dass die exakte Natur dieser Transformationsdynamik im Veda und der Vedischen Literatur dargestellt wird.

Dabei ist die Sequenz der Ausdrücke von entscheidender Bedeutung und damit auch ganz bestimmte Zahlenverhältnisse. Die Sequenz von Lauten und Lücken ist die eigentliche Bedeutung des Veda und weniger die von den jeweiligen Übersetzern oder Interpreten angegebene inhaltliche Bedeutung, die sich immer nur auf einen bestimmten Standpunkt bezieht.

Im Sichtbar- und Wirksam-machen der Dynamik in den Lücken zwischen den Silben, Versen, Hymnen, etc. sieht Maharishi die fundamentale Bedeutung des Veda und der Vedischen Literatur, denn das bedeutet den Naturgesetzen Ausdruck zu verleihen, die für die Ordnung und Evolution in der Schöpfung verantwortlich sind und die ihrerseits wiederum ihren Ursprung in der ewigen, unbesiegbaren und selbst-rückbezüglichen Realität des Bewusstseins haben. Im vollständigen Verständnis der Transformationsdynamik liegt der Schlüssel zum ganzheitlichen Charakter des Veda und der Vedischen Literatur.

Während jedem Übergang finden vier nicht-manifeste(abhava) Transformationsschritte statt:

1. Pradhvams-abhava: Kollaps(Zusammensturz) eines Ausgangs-Lautes in die Lücke(Übergangsbereich), wodurch der Laut zur Stille wird,

2. Atyant-abhava: der stille Punktwert, in dem alle Möglichkeiten enthalten sind,

3. Anyonya-abhava: die innere strukturierende Dynamik in der Stille des Punktes,

4. Prag-abhave: das Hervortreten (Emergenz) des Folge-Lautes aus dem Übergangsbereich( Lücke).


Diese vier Transformationsschritte in den Übergängen zwischen zwei Lauten entsprechen im Nervensystem den Prozessen, die bei der Signalübertragung im synaptischen Verbindungsbereich stattfinden.

Der geordnete Übergang von einem Zustand zum nächsten (oder von einer Situation zur nächsten) hängt von der Unversehrtheit des Transformationsmechanismus im Zwischenbereich(Lücke) ab. Was kollabiert hinein? Auf welche Weise geht der Kollaps (Pradhvamsa-abhava) vor sich? Ist die Lücke vollkommen im Gleichgewicht und in ihrem einfachsten Zustand? Oder gibt es im Verbindungsbereich ein Rauschen, eine Störung? Von all diesen Faktoren hängt die Qualität des nächsten Schrittes, der nächsten Entwicklungsstufe statt. Das beabsichtigte Resultat(Prag-abhava) kann nur dann vollkommen sein, wenn im Verbindungspunkt keine Interferenzen oder Störungen auftreten, d.h. wenn der Zustand reiner Stille (Atyanta-abhava) voll verfügbar ist.

Meisterschaft über das Naturgesetz ist dort verfügbar wo Ursprung und Ziel vereint sind, d,h. in der Stille, im Atyanta-abhava, im selbst-rückbezüglichen, reinen Bewusstsein.

Jede Anomalie (Fehler des Intellekt) führt zu einem unerwünschten Endergebnis, das mit einer unangenehmen Erfahrung verbunden ist. Schmerz und Leid sind ein Hinweis darauf, dass ein Fehler in der natürlichen Evolutionssequenz vorliegt.
Der Korrekturvorgang wird durch die Transzendentale Meditation (Atyanta-abhava) und das Hören und Lesen der Vedischen Literatur (Anyonya-abhava) lebendig und besteht in der Wiederherstellung des natürlichen Gleichgewichtszustandes in den Transformationsschritten des Übergangsbereiches. Weitere Möglichkeiten zur Beseitigung von Anomalien ergeben sich durch die Anwendung spezifischer Intelligenz-Impulse(Medizin, Musik, Farben).

3.3 Resonanzbeziehung zwischen Veda und Physiologie

Die Schwingungsmuster der verschiedenen Zweige des Veda und der Vedischen Literatur, beleben bestimmte Aspekte der Funktionsweise des menschlichen Körpers, weil den vedischen Klangfolgen spezifische Strukturen im menschlichen Körper entsprechen. Die anatomischen Strukturen und Funktionen basieren also auf derselben Intelligenz, die auch die entsprechenden vedischen Klangfolgen hervorgebracht hat.

Das Hören der Rezitationen des Veda durch die Vedischen Pundits und das Lesen der Vedischen Literatur im Original-Sanskrit Text, dienen dazu die entsprechenden anatomischen Strukturen zu stärken, damit ihre Arbeitsweise wieder vollkommen der ursprünglichen Anlage entspricht. Jede Unvollkommenheit in Form von Blockaden, Stress, fehlender oder übersteigerter Aktivität und anormale Verbindungen zwischen verschiedenen Komponenten der Physiologie kann dadurch überwunden werden, dass die entsprechenden vedischen Rezitationen immer wieder gehört werden bzw. die entsprechenden Sanskrit-Texte immer wieder gelesen werden.

Insbesondere jeder junge Mensch sollte so früh wie möglich lernen, die Sanskrit-Texte der Vedischen Literatur zu lesen. Aus der Wissenschaft ist bekannt, dass besonders in frühen Lebensjahren neuronale Verknüpfungen stark von den Stimuli geprägt werden, denen ein Individuum ausgesetzt ist. Jede Art von sensorischer oder emotionaler Erfahrung hinterlässt ihre Spuren in der Physiologie. Durch die häufige Wiederholung eines bestimmten Stimulus oder einer bestimmten Erfahrung verfestigen sich die durch diesen Stimulus erzeugten neuronalen Veränderung. Anderseits wird das Fehlen bestimmter Stimuli notwendige Verbindungen unverknüpft lassen und somit die volle Entfaltung der entsprechenden Funktionen behindern. Nur eine zum richtigen Zeitpunkt und in richtiger Sequenz erfolge Stimulierung des Nervensystems garantiert eine vollkommene körperliche Entwicklung und damit die volle Entfaltung des menschlichen Potentials. Deshalb ist die Schwingungsstruktur des Veda von viel weitreichenderer Bedeutung als jede Übersetzung oder inhaltliche Deutung .

Einige der wichtigsten Anwendungen sind im folgenden angedeutet.

Gesundheit: Verwirklichung eines vorbeugeorientierten Gesundheitssystems,

Erziehung: Entwicklung höherer Bewusstseinszustände und Meisterschaft über die Naturgesetze,

Religion: Erfüllung der Ziele jeder Religion - Wille Gottes = Naturgesetz,

Regierung: Belebung des Naturgesetzes in der Verwaltung,
Verteidigung: Unbesiegbarkeit durch kollektive Kohärenz,

Rehabilitation: Ausgewogenheit im Zusammenspiel von Geist, Körper, Gesellschaft und Umwelt,

Wirtschaft: Erhöhte Kreativität,

Landwirtschaft: optimale Fruchtbarkeit von Saatgut und Boden (ohne Gifte).


Es ist zu erwarten, dass sich in Zukunft noch weitere Anwendungsmöglichkeiten herauskristallisieren werden.
Letzte Änderung: 11 Jahre 8 Monate her von admin. Begründung: bessere Lesbarkeit des Textes
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