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Wissenschaftliche Forschungen in den Bereichen
(1) Grundlagen der Transzendentalen Meditation,
(2) Bewusstseinsentwicklung (durch Transzendentale Meditation),
(3) Wissenschaftliche Untersuchungen(der Transzendentalen Meditation),
(4) Interdisziplinäre Studien,
(5) Vedische Studien,
sowie anwendungsbezogene
(6) Initiativen.
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THEMA: Durch Meditation unterstützte Psychotherapie

Durch Meditation unterstützte Psychotherapie 10 Jahre 8 Monate her #354

Meditationsunterstützte Psychotherapie
TM_und_Psychotherapie.jpg

In den 1960er Jahren empfahl Maharishi Mahesh Yogi den in der psychologischen Forschung tätigen Wissenschaftlern die Transzendentale Meditation zu erlernen, und sagte voraus, dass sie dann ganz neue Theorien aufstellen würden, die die Grenzen der gegenwärtigen Psychologie überschreiten.

In seinem Buch „Die Wissenschaft vom Sein und die Kunst des Lebens“ entwickelte Maharishi sehr genau Vorstellungen wie die Erweitung der Psychologie durch die Transzendentale Meditation aussehen wird:
„ Das Ziel der Psychologie, das Oberbewusstsein und die unterbewussten Schichten des Geistes zueinander in Beziehung zu setzen, ist ein hohes Ideal. Versuche (der gegenwärtigen Psychologie) die verdrängte Erinnerung traumatischer Erfahrungen an die Oberfläche zu bringen dringen lediglich in die oberen Schichten des Unterbewusstseins. Erst in den tieferen Schichten des Unterbewusstseins besitzt der Geist die Fähigkeit, subtilere Schöpfungsbereiche zu erfahren, die jenseits der Grenzen gewöhnlicher Wahrnehmung liegen.
Die Psychoanalyse vermag das Bewusstsein nicht mit den tieferen Schichten des Unterbewusstseins zu verbinden, sie kann keine latenten Fähigkeiten entdecken, geschweige denn den Zustand reinen Bewusstseins jenseits des Unterbewusstsein erreichen. Die Wirkungen der Transzendentalen Meditation überschreiten die durch die Psychoanalyse gesetzten Grenzen.“

Die Grenzen der Psychotherapie zeigen sich nirgends so deutlich wie bei den verschiedenen therapie-resistenten Formen der Post-Traumatischem-Belastungs-Störungen insbesondere bei Kriegsveteranen. Bei Einssatz der Transzendentale Meditation verbessern sich schnell Lebenseinstellung und Lebensqualität während gleichzeitiger die PTSD-Symptomatik abnimmt.

AbnahmevonPTSDdurchTM.jpg



Von: Udo Redlich
Gesendet: Freitag, 9. März 2012
An: Dr.Zeiger
Betreff: FW: Artikel für Kongressband: Meditation und Psychotherapie

Liebe an wissenschaftlicher Meditationsforschung Interessierte,

im November 2011 fand der 2jährige Kongress der SMMR (Society for Meditation and Meditation Research) in Kooperation mit Yoga Vidya statt. Die SMMR ist eine Vereinigung von Forschenden und Praktizierenden unterschiedlichster Meditationsrichtungen mit z.T. internationaler Bekanntheit. Yoga Vidya ist mittlerweile der größte Anbieter in den Bereichen Yoga –Meditation-Ayurveda etc. in Europa. Dort habe ich auch ein Referat im Themenbereich Meditation und Psychotherapie gehalten. Es soll jetzt überarbeitet im Tagungsband des Kongresses erscheinen. Ich halte das für einen ganz wichtigen Anfang, die TM wieder mehr in die wissenschaftliche und allgemeine Öffentlichkeit zu bringen und ihren Wert herauszustellen. Wir sind, speziell in Deutschland, seit vielen Jahren leider sehr ins Abseits gerückt. Es ist mir wichtig, neue Initiativen in Bewegung setzen zu helfen und uns wieder in die Diskussion zu bringen, um aus diesem Abseits wieder herauszukommen und eine offene Kommunikation zu unterstützen.
Es genügt dazu nicht, uns auf vorhandene Ergebnisse der Effektforschung über TM zu berufen, der Kontakt und Austausch sind dazu wesentlich. Zumal die allgemeine Meditationsforschung inzwischen sehr an Bedeutung gewonnen hat und es nötig ist, sich mehr auf tiefergehende theoretische Diskussionen der Thematik einzulassen, wenn wir uns in Augenhöhe begegnen wollen.
In meinem Beitrag habe ich versucht, Brücken zu schlagen: Einerseits möchte ich die Bedeutung von Meditation insgesamt und speziell auch für die Psychotherapie würdigen, andererseits aber auch die Besonderheit der TM in Theorie und Praxis unterstreichen.
Angeregt wurde ich u.a. durch eine Studie von Travis et al. an der MUM in Fairfield, die ich bezüglich Inhalt und Positionierung für sehr ergiebig halte.
Ich wollte auch eine gute Balance für das Publikum des Kongresses finden, das sowohl aus allgemein Meditationsinteressierten, wie auch aus forschenden Fachleuten bestand.


Es würde mich freuen, auf aufgeschlossene Resonanz zu stoßen.
Udo Redlich


Dipl. Psych. Udo Redlich
Psychologischer Psychotherapeut, Lehrer für Transzendentale Meditation
Forschungsschwerpunkt: Verhältnis Psychotherapie-Meditation/Yoga

Zur Systematik und Wirkweise von Meditationsverfahren aus psychotherapeutischer Perspektive

Zusammenfassung

Der Begriff „Meditation“ wird in den Bereichen Gesundheitspflege, Persönlichkeitsbildung und Psychotherapie sehr häufig und auch gleichermaßen unpräzise gebraucht. Er soll daher zunächst anhand von klassischen und modernen Definitionen geklärt und in Abgrenzung von anderen Methoden gelenkter Bewusstseinsprozesse erläutert werden. Dann wird ein dimensionales Klassifikationsmodell zur Einordnung unterschiedlicher Meditationsverfahren vorgestellt. Der grundlegende Funktionsmechanismus von meditativen Verfahren wird in einem Prozessmodell beschrieben. Anschließend folgt die Darstellung eines Phasenmodells, um die sequentiellen Abläufe zu klären.
Diese drei Modelle werden hinsichtlich einer möglichen Verschränkung mit psychotherapeutischen Modellen betrachtet.
Die Bedeutung von Meditationsverfahren für die Psychotherapie ist noch nicht ausgeschöpft. Im Folgenden wird die These vertreten, dass zentrale Wirkprozesse in einer Psychotherapie – wie etwa Entspannung, regenerative Erholung, Konfliktentschärfung, kognitive Neubewertung, emotionale Klärung, Steigerung der Funktionsniveaus – eine große Nähe zu ebensolchen Prozessen in der Meditation aufweisen. Dabei induzieren unterschiedliche Verfahren über unterschiedliche Regulationsabläufe andere psycho-physiologische und handlungsbezogene Zustände, die sich differentiell einsetzen lassen.
Meditation als alleiniger Übungsweg wird dem Einsatz als ergänzendes Verfahren in der Psychotherapie gegenübergestellt, die zentrale Rolle der Aufmerksamkeit und ihre Nutzung mittels unterschiedlicher meditativer Steuerungscodes wird beschrieben.


Original Message
Date: Tue, 13 Mar 2012 17:58:05 +0100
Subject: AW: Artikel für Kongressband: Meditation und Psychotherapie
From: "Lothar Heggmair"
To:

Hallo lieber Udo,
ganz hervorragend dein Beitrag, den ich ja von dem YogaVidya Kongress schon
in Grundzügen kenne. Solche Arbeiten sind selten in Deutschland, man kann
dich und andere nur ermutigen, da weiter zu machen. Was fehlt in Deutschland
ist die akademische oder wissenschaftliche Akzeptanz der TM – wir sind nicht
mehr im Radar von Wissenschaft und Öffentlichkeit.
Genau deshalb ist eine kleine Gruppe gerade dabei, einen Versuch zu starten
diese Akzeptanz wieder herzustellen.
Als Arbeitstitel haben wir momentan „Forschungsgesellschaft für Veda und
Bewusstsein“ im Programm und sind gerade dabei, einen organisatorischen
Rahmen zu finden. Wenn der Rahmen spruchreif ist, dann werden wir dich und
andere Freunde einladen mitzuwirken.
Übrigens wurde der Vortrag von Fred Travis „Three categories of
meditation“ in Bad Meinberg aufgenommen und ich habe ihn dann übersetzt und
er wird somit auch im gleichen Tagungsband der SMMR erscheinen.

Da du dieses Thema in deinem Aufsatz zitierst, lass mich ein paar
Anmerkungen dazu machen:
1.) automatic self transcending heisst primär nicht, dass die Methode zum
Transzendieren führt, sondern dass die Technik so ist , dass sie sich selbst
transzendiert – das ist ein Unterschied.
Andere Methoden können grundsätzlich auch zur Transzendenz führen.
2.) die beim „Transzendieren“ gemessenen Alphawellen sind
- frontal
- im niedrigen Alphabereich von 8-10 Hz und
- kohärent --- diese drei Merkmale sind die Marker.
(Allein beim Augenschliessen treten auch spontan Alphawellen auf, aber
okzipital und mit 10-12 Hz – Berger Effekt)


Liebe Grüße
Lothar


Ursprüngliche Nachricht
Von: Dr.Zeiger
Gesendet: Mittwoch, 14. März 2012
An: Lothar Heggmair
Cc: Udo Redlich
Betreff: Re: Meditation und Psychotherapie

Lieber Lothar,
gerne würde ich Deine kompetente Mail an Udo im Wissenschaftsforum
veröffentlichen wo angeregt durch Udo s Artikel das Diskussionsthema
"meditationsunterstützte Psychotherapie" eröffnet wurde.

ist eine Veröffentlichung Deiner Mail ok ?

Wie Du halte ich die Überlegungen von Udo für äusserst bedeutsam für die
weitere Entwicklung der Psychotherapie, denn er folgt damit einer von
Maharishi in den 1960er Jahren gemachten Empfehlung:

"Diejenigen, die in der psychologischen Forschung tätig sind können den Wert
der Transzendentalen Meditation leicht selbst erfahren, sie wären dann in
der Lage, Theorien zu erarbeiten, die die Grenzen der gegenwärtigen
Psychologie überschreiten würden."


Genau das hat Udo angepackt.

Herzlichst Dein
Bernd
Jai Guru Deva


Original Message
Date: Wed, 14 Mar 2012
Subject: AW: Meditation und Psychotherapie
From: "Lothar Heggmair"
To: Dr.Zeiger

Lieber Bernd,
von mir aus gerne, aber ich möchte nicht als Besserwisser erscheinen.
Das Zitat von Maharishi könnte eigentlich unser Motto sein. Er hat damit
selbst bemerkt, dass die heutigen einfachen, phänomenalen Modelle wie
Blasendiagramm, Stresslösungsmechanismus nur sehr grobe, vereinfachte
Beschreibungen sind, ausschließlich zum Zwecke des einfachen Lehrens und
Verstehens. Dafür aber sind sie echt innovativ, aber eben keine
wissenschaftlichen Modelle.

JGD Lothar

Von: Dr.Zeiger
Gesendet: Donnerstag, 15. März 2012
An: Lothar Heggmair
Cc: Udo Redlich
Betreff: Besser Wissen

Lieber Lothar,
danke für die Abdruckerlaubnis.

Hinweise eines Experte sind ja gerade deshalb so wichtig, weil er mehr sieht und genauer hinschaut.. Diese Art "Besserwisserei" unterscheidet ja die Diskussionen in einem Wissenschaftsforum von allgemeinen Email-Foren wo es vorrangig um die
Artikulierung noch unausgegorener Seelenimpulse geht.
Und doch sind beide nur zwei extreme Ausdrucksformen in der Verwirklichung der menschlichen Erkenntnismittel.

Das eine Extrem ist der vorwissenschaftliche Naturzustand das andere der
wissenschaftlich weiterentwickelte Zustand.

Diese Bandbreite gibt es letztlich bei allen vier Erkenntnismitteln:
unmittelbare Währnehmung,
Schlussfolgerung,
Vergleich und
Rückbezug auf die Eigendynamik des Bewusstseins.

In diesem Sinne sind auch die beiden von Dir genannten Extreme der Modellbildung einzuordnen:
Einfache Vergleiche sind ein Extrem und wissenschaftlich begründete Modelle
sind das andere Extrem. Beide erfüllen aber denselben Zweck, nur unter verschieden Bedingungen und Erfordernissen.

Über die Kunst auch komplexe wissenschaftliche Modell so zu vereinfachen und auf den Punkt zu bringen, dass sie auch einfachen Gemütern verständlich werden, wäre noch vieles zu sagen. und ein lehrreiches Diskussionsthema, denn Maharishi war ein Meister in dieser Kunst.

Ebenso ist aber auch die wissenschaftliche Modellbildung selbst eine hohe Kunst, die nur wenige beherrschen, weil auch sie etwas mit Innovation zu tun hat. Wissenschaftliche Modelle schließen immer kreative Intelligenz mit ein. Empirisch und logisch allein lassen sie sich nicht begründen.

Ein hoch interessantes Thema insbesondere, wenn es um Modelle für seelisch-geistige Prozesse geht.


Es lebe das bewusstseinsbezogene "besser" Wissen.

Herzlichst Dein
Bernd
Jai Guru Deva


Original Message
Date: Thu, 15 Mar 2012
Subject: AW: Besser Wissen
From: "Lothar Heggmair"
To: Dr.Zeiger

Lieber Bernd,

es ist ein absoluter Genuss dir zuzuhören --- wir müssen dich wirklich in unserer neuen Wissenschaftsplattform entsprechend positionieren …

Wir hören uns ja gleich im Talk!

LG und JGD Lothar
Letzte Änderung: 10 Jahre 8 Monate her von Dr. Bernd Zeiger.

Aw: Durch Meditation unterstützte Psychotherapie 10 Jahre 8 Monate her #355


Original Message
Date: Fri, 09 Mar 2012
Subject: Maharishi Forschungsinstitut
From: Dr.Zeiger

Liebe Kollegen,
die Forschunmgen von Udo Redlich zur meditationsunterstützten Psychotherapie zeigen mir, dass es jetzt an der Zeit ist unsere vorbereitenden Überlegungen zur Gründung eines
Maharishi Forschungsinstitutes für Veda und Bewusstsein
unter den TM-Forschern bekannt zu machen, um die zur Vereinsgründung
notwendige Anzahl von Mitgliedern zu gewinnen

Herzlichst Euer
Bernd
Jai Guru Deva

Original Message
Date: Sat, 10 Mar 2012
Subject: Re: Maharishi Forschungsinstitut
From: Udo Redlich
To: Dr.Zeiger

Lieber Bernd,

besten Dank für die Kenntnisnahme meines Artikels.

Vielleicht könntest Du mir bei einigen Punkten auch mit Deinem kompetenten Kommentar helfen.

In meinem Artikel vertrete ich die These, daß die wesentliche Dynamik von Medtitation allgemein - und von transzendierenden Methoden insbesondere - durch die Fluktuation/Oszillation zwischen Fokus und Kontext geschaffen wird. Die Amplitude nimmt zu, das Aktivitätsniveau nimmt ab bis ein Grundzustand erreicht ist. Könnte man in Anlehnung an naturwissenschaftliche Modelle vermuten, daß in dieser Fluktuation/Oszillation eine fließende (~virtuelle) Phasengrenze zwischen Fokus und Kontext geschaffen wird, sowohl in unserem Bewußtsein wie auch in der zu Grunde liegenden neuronal-cerebralen Basis? Und daß diese Phasengrenze ganz neue Qualitäten entfaltet (unsere so wertgeschätzte Lücke). Und daß die Stabilisierung und Ausweitung der Erfahrung dieser Phasengrenze schließlich zu Transzendenzerfahrung führt?


Besten Dank

Udo

Original Message
Date: Mon, 12 Mar 2012
Subject: meditationsunterstützte Psychotherapie
From: Dr.Zeiger
To: "Udo Redlich"

Lieber Udo,
so wie ich Deine Mail verstehe, geht es Dir darum eine modere Sprache zu entwickeln bzw zu finden, die es ermöglicht die geistig-seelischen Vorgänge, die in der meditationsunterstützten Psychotherapie eingesetzt werden, so präzise zu beschreibt, dass daraus Voraussagen über ihre qualitativen und quantitativen Wirkungen möglich werden.

So wie Viele, die bisher in diese Richtung gedacht haben, wirst auch Du von den dabei immer wieder auftretenden bzw gezielt benutzten typischen Vorgängen im Subjekt (Aufmerksamkeitslenkungen) quasi gezwungen Dich an physikalischen Vorstellungen zu orientieren.

Diese Hinwendung zu physikalischen Modellen erscheint intuitiv deshalb so fruchtbar, weil bedeutenden Physikern der Schritt gelungen ist,
(1) von der Beschreibung komplizierter Vorgängen hin zu den zugrunde liegenden elementaren Einzelschritten(Mechanismen) vorzudringen
und dann konnten in einem zweiten Schritt
(2) diese Mechanismen auch noch auf allgemein gültige Gesetzmäßigkeiten zurückgeführt werden.

Würdest Du einer solchen allgemeinen Formulierung Deiner Fragestellung
zustimmen?

Wenn ja würde ich gerne zusammen mit Dir versuchen ausgehend von Deinem psychologischen Mechanismus einer "Oszillation zwischen Fokus und Kontext" zu dem
zugrundeliegenden Prinzip vorzudringen und dabei insbesondere die Beziehung zur Theorie der Phasenübergänge einerseits und dem Prinzip der Transzendentalen Meditation andererseits herzustellen.


Lass mich wissen, ob eine solche Vorgehensweise für Dich ok ist. sowie auch die Veröffentlichung unsere Diskussion im Darmstädter Wissenschaftsforum

Herzlichst Dein
Bernd
Jai Guru Deva

Original Message
Date: Sun, 18 Mar 2012
Subject: Bewusstseinskultur
From: "Lothar Heggmair"
To: "Bernd Zeiger"

Liebe Freunde,
anbei eine Ankündigung zu einem Kongress zum Thema Bewusstseinskultur …
das ist das Niveau unserer Zielgruppe ---
www.bewusstseinskultur-kongress.de/

Liebe Grüße und Gute Nacht ….
Lothario


Original Message
Date: Mon, 19 Mar 2012
Subject: FW: Bewusstseinskultur
From: "Dr.Zeiger"
To: 'Lothar Heggmair'

Lieber Lothar,
mein Eindruck aus der Kongressankündigung ist, dass sich gegenwärtig durch die Beschäftigung der akademische Psychotherapie mit derm buddhistischen Geistesschulung ein Ansatz und eine Sprache entwickeln, die zwangsläufig auch zur Integration der Transzendentalen Meditation führen.

Das Potential für eine solche Entwicklung deutet sich bereits in folgenden Formulierungen aus der Kongressankündigung im Web an:

>Der Kongress beschäftigt sich mit Konzepten von Bewusstsein aus
westlicher und östlicher Sicht, fragt nach Wegen der Kultivierung
heilsamer Bewusstseinszustände, stellt Möglichkeiten und Methoden der
Integration meditativ-kontemplativer Ansätze in psychotherapeutische
Prozesse dar und möchte auch die Herausforderungen und Grenzen
beleuchten, die erfahren werden.<
>Wer zu meditieren beginnt und/oder Psychotherapie betreibt und sich
somit mit dem Werkzeug des eigenen Bewusstseins und dem seines
Gegenübers befasst, dem stellen sich viele Fragen: Was ist eigentlich
Bewusstsein? Wie wird dieses rätselhafte Phänomen aus der Perspektive
der europäischen und der östlichlichen Philosophie sowie aus
neurowissenschaftlicher Sicht reflektiert? Können wir als Therapeuten
unseren Patienten bei der Kultivierung heilsamer Bewusstseinszustände
beistehen? Und können wir selbst die Möglichkeiten nutzen, welche zu
einer Kultur des Mitgefühls und der Verbundenheit beitragen?<
>Die Dresdener Tagung stellt die Frage nach einer Kultivierung unseres
Bewusstseins in den Mittelpunkt und erforscht, wie (mit)fühlende
Verbundenheit mit uns selbst, unseren Patienten und ebenso mit der Mit-
und Umwelt konkret gelingen kann.<
>Die Integration achtsamkeitsorientierter Ansätze in die Psychotherapie
impliziert einen Paradigmenwechsel. Es handelt sich um einen
Entwicklungsweg, der Gesundheit in einem umfassenden Sinne anstrebt
anstatt defizitorientiert zu sein. Inwieweit diese Ansätze in einem
kassenfinanzierten Gesundheitssystem sinnvoll, inwieweit sie u.U.
notwendig sind oder ob diese „Heilswege“ eine Domäne religiöser und
spiritueller Lehren bleiben müssen, wird hierbei kritisch zu diskutieren
sein.<

Die in solchen Formulierungen zum Ausdruck kommende Forschungsrichtung führt geradezu zwangsläufig zur Transzendentalen Meditation und der dadurch möglichen "vereinheitlichten" Theorie des Bewusstseins. Die akademische Forschung artikuliert heute anscheinend das was die vielen Ausübenden der TM weltweit bewusstseinsmässig belebt haben.


Udo Redlich wäre von Seiten der TM der geeignete Referent für diesen
Kongress (gewesen?)
Herzlichst Dein
Bernd
Jai Guru Deva
Letzte Änderung: 10 Jahre 8 Monate her von Dr. Bernd Zeiger.
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